|
06.01.2026
15:20 Uhr
|
Im vergangenen Jahr sind die Verbraucherpreise im Schnitt um 2,2 Prozent gestiegen. Im Dezember schwächte sich die Inflationsrate aber deutlich ab – auf 1,8 Prozent.

Die Inflationsrate in Deutschland ist im Dezember auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr gefallen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um 1,8 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt zu seiner Schätzung mitteilte. Einen niedrigeren Wert gab es zuletzt im September 2024 mit 1,6 Prozent . Im Oktober und November 2025 lag die Inflationsrate bei jeweils 2,3 Prozent . Dienstleistungen blieben am Jahresende der größte Preistreiber: Sie verteuerten sich erneut um 3,5 Prozent. Für Energie mussten Verbraucher dagegen 1,3 Prozent weniger bezahlen als ein Jahr zuvor. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen um 0,8 Prozent an. Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die sogenannte Kerninflation, lag bei 2,4 Prozent. Inflation in 2025 bei 2,2 Prozent Im gesamten vergangenen Jahr stiegen die Verbraucherpreise im Schnitt um 2,2 Prozent. Damit lag die Inflationsrate auf dem gleichen Niveau wie 2024, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Nach Prognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) dürfte die Teuerungsrate bei 2,2 Prozent in diesem Jahr und bei 2,3 Prozent 2027 liegen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) prognostiziert einen Rückgang auf 1,8 Prozent für 2026. Profitieren können die Verbraucher etwa vom Wegfall der Gasumlage und von geringeren Netzentgelten. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine Inflation von zwei Prozent an . Die nach europäischen Standards berechnete deutsche Inflationsrate lag im Dezember bei exakt 2,0 Prozent. Die EZB hat ihren Leitzins von Mitte 2024 bis Mitte 2025 achtmal auf aktuell zwei Prozent gesenkt, weil der Preisdruck insgesamt nachgelassen hat. Die meisten Experten gehen davon aus, dass sie ihren Leitzins in den kommenden Monaten nicht verändern wird.