Zeit 24.09.2026
09:37 Uhr

Statistisches Bundesamt: Immobilienpreise in Deutschland steigen nicht mehr so stark


Die Preise für Häuser und Wohnungen sind im zweiten Quartal so wenig gestiegen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Es zeigen sich große regionale Unterschiede.

Statistisches Bundesamt: Immobilienpreise in Deutschland steigen nicht mehr so stark
Die Preise für Häuser und Wohnungen in Deutschland sind erneut gestiegen, allerdings weniger stark als zuvor. Wohnimmobilien verteuerten sich von April bis Juni um durchschnittlich 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. ​Es ist der geringste Preisanstieg seit Sommer 2024. Im ⁠Vorquartal waren die Preise ​mit 1,2 Prozent noch doppelt so stark gestiegen. In den sieben größten Städten – Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf – gingen die Preise für Eigentumswohnungen im Zeitraum April bis Juni sowohl im Vergleich zum Vorjahresquartal (minus 0,4 Prozent) als auch zum Vorquartal (minus 0,5 Prozent) leicht zurück. Allerdings ist das Preisniveau in diesen Ballungsräumen vergleichsweise hoch. In kreisfreien Großstädten außerhalb der Top-7-Metropolen verteuerten sich Wohnungen hingegen um 2,0 Prozent zum Vorjahresquartal und um 0,5 Prozent zum Vorquartal. Hohe Materialkosten und Bauzinsen In dicht besiedelten ländlichen Kreisen mussten Käuferinnen und Käufer von Eigentumswohnungen im Schnitt weniger zahlen: Die Preise sanken sowohl binnen Jahresfrist (minus 1,8 Prozent) als auch im Vergleich zu den ersten drei Monaten des laufenden Jahres (minus 1,3 Prozent). Die Immobilienpreise insgesamt waren ab Ende 2022 zwei Jahre lang gesunken. Seit dem vierten Quartal 2024 steigen die Preise wieder. Als ein Grund für die Entwicklung gelten ​neben hohen Materialkosten die gestiegenen Bauzinsen . Die Europäische Zentralbank (EZB) hat wegen der höheren Inflation ihren Leitzins in diesem Jahr bereits zweimal angehoben – von 2,00 auf aktuell 2,50 Prozent. Das verteuert auch Immobilienkredite.