Zeit 04.03.2026
09:55 Uhr

Statistisches Bundesamt: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind häufigste Todesursache bei Frauen


Frauen sterben häufiger an den Folgen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Männer. Deutlich mehr Patientinnen werden wegen Endometriose in Krankenhäusern behandelt.

Statistisches Bundesamt: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind häufigste Todesursache bei Frauen
Die häufigste Todesursache bei Frauen in Deutschland waren im Jahr 2024 Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte oder Vorhofflimmern. Gut ein Drittel (35,4 Prozent) der Todesfälle bei Frauen gingen darauf zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden anlässlich des Weltfrauentags am Sonntag mitteilte. Bei den Männern lag der Anteil bei 31,9 Prozent. Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählten bei beiden Geschlechtern zudem zu den häufigsten Gründen für einen stationären Krankenhausaufenthalt. 12,8 Prozent der Patientinnen und 16,9 Prozent der Patienten mussten deshalb in eine Klinik eingeliefert werden. Weitere häufige Gründe für einen stationären Krankenhausaufenthalt bei Frauen waren Verletzungen und Vergiftungen sowie Schwangerschaft und Geburt. Bei Männern waren es Krankheiten des Verdauungssystems sowie ebenfalls Verletzungen und Vergiftungen. Im Jahr 2024 war Krebs eine weitere häufige Todesursache . 21,1 Prozent der Todesfälle von Frauen ging darauf zurück. Damit war Krebs bei Frauen in jedem fünften Fall Todesursache. Bei Männern war es rund ein Viertel. Mehr Bewusstsein für Endometriose Wie aus der Statistik hervorgeht, gab es einen starken Anstieg bei der Zahl der stationären Klinikbehandlungen von Frauen wegen Endometriose . Die Zahl 2024 erhöhte sich im Zehnjahresvergleich um 50,1 Prozent und damit von gut 25.100 auf rund 37.700 Fälle. Mehr als 91,1 Prozent der Patientinnen waren zwischen 20 und 49 Jahre alt. Endometriose ist eine Erkrankung, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, in anderen Organen des Bauchraums auftritt. Der starke Anstieg von Endometriose dürfte nach Angaben des Bundesamts nicht nur auf eine häufigere Erkrankung zurückzuführen sein, sondern möglicherweise auch auf ein gewachsenes Bewusstsein bei Patientinnen sowie Ärztinnen und Ärzten. Die Lebenserwartung von Frauen betrug 2024 im Schnitt 83,5 Jahre und von Männern 78,9 Jahre. Zurückzuführen sei die Differenz von 4,6 Jahren unter anderem auf unterschiedliches Gesundheitsverhalten, erklärte das Bundesamt und nannte als Beispiele Tabakkonsum, Bewegung und Ernährung. Auch unterschiedliche Arbeitsbedingungen und riskantes Verhalten spielten eine Rolle.