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29.01.2026
10:13 Uhr
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Mit Ausnahme eines Jahres wuchs die Bevölkerung in Deutschland seit 2011 durchgängig. Nun ist der Trend gebrochen. Grund sind vor allem rückläufige Zuwandererzahlen.

Deutschlands Einwohnerzahl ist erstmals seit Jahren deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lebten Ende 2025 rund 83,5 Millionen Menschen in der Bundesrepublik ; das waren etwa 100.000 weniger als Ende 2024. Grund für den Rückgang ist neben der Geburtenrate eine schrumpfende Nettozuwanderung. Die Nettozuwanderung bezeichnet die Differenz zwischen Zuzügen und Fortzügen in einem Gebiet. Für 2025 schätzt das Bundesamt ein Plus zwischen 220.000 und 260.000 Zuzügen. 2024 waren demnach noch 430.000 Menschen mehr nach Deutschland zugezogen als weggezogen, also rund 40 Prozent mehr. Mehr Todesfälle als Geburten Hinzukommt, dass in Deutschland die Zahl der Gestorbenen seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 höher liegt als jene der Geborenen. 2025 starben hierzulande laut Bundesamt rund eine Million Menschen, zwischen 640.000 und 660.000 wurden geboren. Die Nettozuwanderung konnte dieses Geburtendefizit folglich nicht ausgleichen. Das Defizit lag seit 2022 bei mehr als 300.000; in den 2010er-Jahren waren es noch rund 170.000. Rückläufig war die Bevölkerungszahl in Deutschland zuletzt in den Jahren 2003 bis 2010 sowie 2020 gewesen. Mit Ausnahme von 2020 war die Zahl zwischen 2011 und 2024 stets gewachsen.