Zeit 23.11.2025
09:37 Uhr

Starkregen: Mindestens 90 Tote nach Überschwemmungen und Erdrutschen in Vietnam


Die Zahl der Toten nach schweren Überschwemmungen und Erdrutschen in Vietnam ist weiter gestiegen. Besonders betroffen ist die Provinz Đắk Lắk.

Starkregen: Mindestens 90 Tote nach Überschwemmungen und Erdrutschen in Vietnam
Nach starken Regenfällen in Vietnam sind mindestens 90 Menschen durch Überschwemmungen und Erdrutsche getötet worden. Wie das Umweltministerium mitteilte, werden zwölf weitere Menschen vermisst. Seit dem 16. November wurden in fünf Regionen des Landes Zehntausende Häuser überflutet. Am stärksten betroffen ist die bergige Provinz Đắk Lắk, wo es allein mehr als 60 Tote gab. Am Sonntag waren mehrere Autobahnen weiterhin unpassierbar und rund 130.000 Haushalte ohne Strom. Zuvor wurden nach Angaben des Umweltministeriums fast 62.000 Menschen vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht. Das Ministerium schätzt den wirtschaftlichen Schaden der Überschwemmungen bislang auf rund 8,98 Billionen Dong (298 Millionen Euro). Wie die vietnamesische Katastrophenschutzbehörde mitteilte, wurden mehr als 235.000 Häuser überflutet und fast 80.000 Hektar Anbaufläche beschädigt. Mehr als 1.900 Liter Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb einer Woche Seit Ende Oktober kommt es im Süden und im Zentrum Vietnams immer wieder zu Starkregen. In einigen Teilen Zentralvietnams fielen in der vergangenen Woche mehr als 1.900 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. In der Küstenstadt Nha Trang wurden diese Woche ganze Stadtviertel überflutet, in der Umgebung der Touristenstadt Da Lat in den Bergen löste der Regen Erdrutsche aus. In Vietnam gibt es in der Regenzeit zwischen Juni und November oft Unwetter. Durch den vom Menschen verursachten Klimawandel werden extreme Wetterereignisse häufiger und heftiger. Bis Ende Oktober wurden im Zusammenhang mit Naturkatastrophen in Vietnam nach Angaben des Umweltministeriums bereits 279 Tote oder Vermisste verzeichnet.