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18.02.2026
15:09 Uhr
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Das Spendenaufkommen in Deutschland ist 2025 zurückgegangen. Für die durchschnittliche Spendenhöhe meldet der Deutsche Spendenrat jedoch einen Rekord.

Das Gesamtvolumen der deutschen Privatspenden ist im vergangenen Jahr mit 4,65 Milliarden Euro so niedrig ausgefallen wie zuletzt 2013. Das teilte der Geschäftsführer des Deutschen Spendenrates, Martin Wulff, in Berlin mit. Grundlage war eine vom Spendenrat in Auftrag gegebene Studie, die auf einer Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov basierte. Ihr zufolge spendeten deutsche Privatpersonen rund neun Prozent weniger als im Vorjahr 2024. Die durchschnittliche Spende jedoch stieg um drei Euro auf den Rekordwert von 46 Euro. Dem Deutschen Spendenrat zufolge gibt es bei den Menschen eine "spürbare Verunsicherung". Ausgaben und demnach auch Spenden würden in wirtschaftlich und gesellschaftlich unsicheren Zeiten genauer abgewogen. So ging neben dem Gesamtvolumen auch die Zahl der Spenderinnen und Spender zurück. Laut dem Deutschen Spendenrat spendeten im vergangenen Jahr 15,8 Millionen Menschen und damit 848.000 Menschen weniger als noch im Vorjahr. Viele Spenden für den sozialen Zweck und Tierschutz Eine besonders hohe Spendenbereitschaft wiesen die Menschen im Alter von über 60 Jahren auf. 58 Prozent des Spendenaufkommens kamen von ihnen. Im Vergleich zum Vorjahr sei das jedoch ein Rückgang von 12 Prozent. Zuwächse verzeichnete die Institution bei sozialen Zwecken wie Armut, Obdachlosigkeit und Seniorenhilfe, für die 10,8 Prozent mehr Spendengelder eingingen als noch 2024. Projekte innerhalb der Kirche und Religion verzeichneten hingegen einen Rückgang um 4,2 Prozent. Unter nicht-humanitären Hilfen verzeichnete die Studie besonders viele Spenden für den Tierschutz. Fast jede dritte Spende ging an diesen Bereich. Für die Natur, Umwelt und den Klimaschutz stiegen die Spendeneinnahmen um 30 Prozent im Vergleich zu 2024. Weniger spendeten die Menschen hingegen für die Kultur- und Denkmalpflege sowie die Geflüchtetenhilfe.