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21.11.2025
17:23 Uhr
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Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen soziale Medien in einem bedenklichen Ausmaß. Eine neue Social-Media-Studie zeigt immer stärkere Suchttendenzen.

Jeder zweite junge Mensch in Deutschland zeigt bei der Nutzung von sozialen Medien ein Suchtverhalten. In einer Studie der Ruhr-Universität Bochum zum Nutzungsverhalten von sozialen Medien weisen rund 51 Prozent der Menschen unter 20 Jahren suchtartige Symptome auf. Über alle Altersgruppen hinweg liegt der Wert den Forschenden zufolge bei knapp 28 Prozent. Als suchtartiges Verhalten gilt dem zuständigen Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit zufolge unter anderem der Drang, Social Media immer mehr zu nutzen. Außerdem genannt werden vergebliche Versuche, die Nutzung einzuschränken, die Nutzung, um persönliche Probleme zu vergessen, sowie Unruhe, wenn Social-Media-Dienste nicht zur Verfügung stehen. 30 Minuten weniger pro Tag können helfen Für die repräsentative Studie befragten die Verantwortlichen der Universität Bochum nach eigenen Angaben 22.000 Menschen ab 18 Jahren. Laut Umfrage verbringen junge Menschen rund vier Stunden pro Tag in sozialen Netzwerken. Erwachsene nutzen die Netzwerke demnach durchschnittlich drei Stunden und 18 Minuten am Tag. Um psychische Langzeitfolgen zu verhindern, würde es bereits helfen, bewusste Pausen einzulegen, sagt das Bochumer Forschungsteam. Am besten wäre es, die bewusste Pause mit Freunden oder Familienmitgliedern zu verbringen. Schon 30 Minuten pro Tag können die psychische Gesundheit den Forschenden zufolge verbessern. Auch Sport und Offline-Aktivitäten wie Brettspiele würden helfen.