Zeit 16.02.2026
06:20 Uhr

Soziale Medien: Stefanie Hubig verteidigt Pläne für Social-Media-Verbot für Kinder


Die SPD spricht sich nun doch für ein Verbot von Social Media für unter 14-Jährige aus. Die Bundesjustizministerin weist Kritik an dem Vorhaben zurück.

Soziale Medien: Stefanie Hubig verteidigt Pläne für Social-Media-Verbot für Kinder
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat das von ihrer Partei geforderte Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren gegen Kritik verteidigt. Kinder und Jugendliche hätten ein Recht, ungestört aufzuwachsen, ohne Cybermobbing, permanentes Vergleichen oder unrealistische Schönheitsideale, sagte Hubig der Rheinischen Post . "Es ist entscheidend, endlich verbindliche Regeln zu schaffen, die Kinder und Jugendliche wirksam schützen und das Vertrauen in digitale Räume nachhaltig stärken." Onlineplattformen setzten gezielt auf manipulative Designs und Glücksspielelemente, um Nutzerinnen und Nutzer " regelrecht abhängig zu machen", sagte Hubig. "Viele Kinder und Jugendliche betonen selbst, wie sehr sie sich belastet fühlen durch Soziale Medien mit ihrer ständigen Online-Verfügbarkeit." Viele von ihnen wünschten sich Altersgrenzen und Beschränkungen. Ähnliche Social-Media-Verbote bereits in anderen Ländern Länder wie Australien, Frankreich, Dänemark und Spanien haben bereits ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche beschlossen oder auf den Weg gebracht. Die SPD hatte ein solches Verbot zunächst abgelehnt, in einem am Sonntag vorgelegten Papier sprach sie sich aber für eine Altersgrenze von 14 Jahren aus. Die CDU will über ein Verbot sozialer Medien für unter 16-Jährige beraten. Eine Expertenkommission in Deutschland arbeitet zurzeit an Empfehlungen für die gesetzliche Regelung der Nutzung von Onlinenetzwerken durch Kinder und Jugendliche. Ergebnisse sollen Mitte dieses Jahres vorliegen. Auch die EU-Kommission prüft ein Social-Media-Verbot für Jugendliche .