Zeit 20.02.2026
12:46 Uhr

Somalia: Welternährungsprogramm warnt vor Ende der Hilfsprogramme in Somalia


Hungersnot und Dürre verschärfen sich in Somalia. Die UN-Agentur WFP kann angesichts gekürzter Mittel den Menschen dort nur noch wenige Wochen lang Hilfe leisten.

Somalia: Welternährungsprogramm warnt vor Ende der Hilfsprogramme in Somalia
Das Welternährungsprogramm (WFP) warnt vor dem Zusammenbruch seiner Programme in dem von Dürre und Hunger geplagten Somalia. Kürzungen der Hilfsgelder aus den USA und anderen Ländern brächten die UN-Agentur an die Grenzen ihrer Möglichkeiten, teilte das WFP mit. Sowohl Wasser als auch Lebensmittel seien knapp und tausende Familien seien in der Hoffnung auf Hilfe in Richtung großer Flüchtlingslager geflohen. Aktuell reichten die Gelder nur noch für wenige Wochen. Für mehr als eine Million Menschen sei die Lage bereits jetzt sehr ernst, sagte Ross Smith, Nothilfekoordinator beim WFP. Die Situation verschlechtere sich in alarmierender Geschwindigkeit. Hilfsprogramme könnten ab April eingestellt werden Die somalische Regierung hatte im November den Dürre-Notstand ausgerufen. Hunderte Versorgungszentren, unter anderem für mangelernährte Kinder, mussten bereits aufgrund gekürzter Ressourcen schließen. Im vergangenen Jahr erhielten die UN-Programme in Somalia nur etwa ein Viertel der benötigten Gelder, um alle Bedürftigen grundlegend zu versorgen. Während Anfang 2025 noch 2,2 Millionen Menschen unterstützt werden konnten, seien es aktuell nur noch 600.000, teilte das WFP mit. Um die entsprechende Hilfe zu leisten, seien 95 Millionen US-Dollar nötig. Andernfalls drohe ein Stopp aller Programme im April. Der Nothilfekoordinator Ross Smith warnte vor den Konsequenzen einer Eskalation der Lage in Somalia. Diese wären weit über das Land hinaus zu spüren. In Somalia befindet sich die Regierung in einer instabilen Lage. Sie arbeitet an der Bekämpfung der Terrormiliz Al-Shabaab , die weite Teile des Landes kontrolliert.