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04.12.2025
08:23 Uhr
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Meta löscht laut eigenen Angaben derzeit Nutzerinnen unter 16 Jahren in Australien von seinen Plattformen. Dort gilt bald ein Social-Media-Verbot für diese Altersgruppe.

Meta hat laut eigenen Angaben in Australien damit begonnen, Nutzer unter 16 Jahren von den Plattformen Facebook und Instagram zu entfernen. Kommende Woche tritt dort ein Gesetz in Kraft, das Kinder und Jugendliche von Onlineplattformen fernhalten soll . "Wir arbeiten intensiv daran, alle Nutzer, von denen wir wissen, dass sie jünger als 16 Jahre sind, bis zum 10. Dezember zu entfernen", sagte ein Meta-Sprecher. "Die Einhaltung der Gesetze wird jedoch ein fortlaufender und vielschichtiger Prozess sein." Der Meta-Sprecher wies darauf hin, dass junge Nutzer ihre bisherige Nutzung speichern könnten. "Bevor Sie 16 werden, werden wir Sie darüber informieren, dass Sie bald wieder Zugang zu diesen Plattformen erhalten und Ihre Inhalte genau so wiederhergestellt werden, wie Sie sie hinterlassen haben", sagte der Sprecher. Das Social-Media-Verbot für Minderjährige in Australien gilt ab Mittwoch kommender Woche. Unternehmen werden durch das Gesetz verpflichtet, die Konten von Nutzerinnen und Nutzern unter 16 Jahren zu entfernen. Bei Verstoß droht den Firmen eine Strafe in Höhe von bis zu 49,5 Millionen australischen Dollar (etwa 27,8 Millionen Euro). Bislang ist allerdings offen, wie die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben kontrolliert werden soll. "Welche Chance haben da unsere Kinder?" "Unsere Daten sind die Währung, die diese Unternehmen antreibt", sagte Julie Inman Grant von der australischen Internetaufsichtsbehörde. Social Media sei so mächtig, schädlich und irreführend , dass selbst Erwachsene dagegen machtlos seien, fügte sie hinzu. "Welche Chance haben da unsere Kinder?" Australien ist mit dem Gesetz ein weltweiter Vorreiter. Es wird erwartet, dass Hunderttausende von Jugendlichen von dem Verbot betroffen sein werden. Allein Instagram soll etwa 350.000 australische Nutzer im Alter von 13 bis 15 Jahren haben. Betroffen sind neben Facebook und Instagram etwa auch Snapchat und TikTok. Die Messengerdienste WhatsApp und Discord sowie die Spieleplattform Roblox sind bisher ausgenommen.