|
27.02.2026
11:00 Uhr
|
Im Internet haben sich in kurzer Zeit Zehntausende Unterstützer für strengere Social-Media-Regeln für Minderjährige gefunden. Sie fordern die Regierung zum Handeln auf.

Eine Onlinepetition für ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren hat den Initiatoren zufolge nach wenigen Tagen 100.000 Unterschriften erreicht. Jetzt sei die Bundesregierung gefragt, eine entsprechende gesetzliche Regelung auf den Weg zu bringen, sagte der Urheber der Petition, Jan Weinhart. Die Initiatoren der Petition begründeten ihre Forderungen auch mit den psychischen Belastungen für junge Menschen. Studien stellten einen Zusammenhang zwischen intensiver Nutzung sozialer Medien und Depressions- und Angstsymptomen fest, sagte Weinhart. Im jüngsten ZDF- Politbarometer sprach sich ebenfalls eine deutliche Mehrheit für ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren aus. Demnach äußerten sich 81 Prozent der Befragten dazu positiv. Kinder und Jugendliche wurden nicht befragt. Kommission arbeitet an Empfehlungen für Jugendschutz Die SPD-Bundestagsfraktion hatte Mitte Februar in einem Positionspapier nach Alter abgestufte Regelungen für die Nutzung von Social-Media-Plattformen gefordert. Die CDU beschloss bei ihrem Parteitag , sich für ein Verbot von Social-Media-Netzwerken für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren einzusetzen. Die CSU ist bislang dagegen . Parallel arbeitet eine Expertenkommission an konkreten Handlungsempfehlungen zum "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt". Die Kommission wurde von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) eingesetzt und soll ihre Ergebnisse im Sommer vorlegen. Der Co-Vorsitzende der Expertenkommission, Olaf Köller, kritisierte die bisherigen Vorschläge aus der Politik. Es gehe nicht allein um ein Mindestalter, sagte Köller. Zur Frage, wie man Kinder und Jugendliche unterstützt, kompetent mit sozialen Medien umzugehen, würden die Parteien nichts Qualifiziertes sagen.