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25.02.2026
13:34 Uhr
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Wer sich ein neues Handy kauft, behält es häufig länger als zwei Jahre. Das zeigt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Grund dafür sei der gestiegene Gerätepreis.

Knapp die Hälfte der deutschen Verbraucher benutzt ihre Smartphones immer länger. Die verlängerte Nutzungsdauer von zwei oder mehr Jahren sei eine Reaktion auf die steigenden Kosten der Geräte, zeigte eine Erhebung des Digitalverbands Bitkom anlässlich der nahenden Fachmesse Mobile World Congress in Barcelona. Die Quote für eine längere Nutzungsdauer habe 2022 noch bei 16 Prozent gelegen. Daher legen 97 Prozent der mehr als 1.000 Befragten Wert auf ein robustes Handy. Nachhaltigkeit (92 Prozent) und Reparierbarkeit (82 Prozent) seien ebenfalls wichtige Kaufkriterien. Der Durchschnittspreis für Smartphones werde im laufenden Jahr um drei Prozent auf 646 Euro steigen, prognostizierte der Digitalverband. Dies sei mehr als doppelt so viel, wie Konsumenten eigentlich ausgeben wollten. Daher rechnet der Verband für 2026 mit einem weiteren Rückgang des Smartphone-Absatzes um etwa vier Prozent auf 18,8 Millionen Geräte. Umsatz rund ums Smartphone Ein Preistreiber für Smartphones sei der Kostenanstieg bei Speicherchips, erläuterte Sebastian Klöß, Leiter des Bereichs Technologien und Märkte beim Bitkom. Bei Mittelklassegeräten machten sie etwa 15 bis 20 Prozent der Materialausgaben aus. Um die Verkaufspreise stabil zu halten, würden einige Hersteller voraussichtlich weniger Speicher einbauen. Daher rechne er nur mit einem moderaten Einfluss auf die Verkaufspreise. Der Gesamtumsatz rund um Smartphones werde 2026 um ein Prozent auf 40,6 Milliarden Euro steigen, teilte der Bitkom weiter mit. Rund die Hälfte davon entfalle auf Sprach- und Datendienste. Es sei mit einem Wachstum von knapp vier Prozent auf 2,4 Milliarden Euro bei Apps zu rechnen. Die Investitionen in Netzinfrastruktur würden voraussichtlich um 2,1 Prozent auf 2,3 Millionen Euro steigen. KI wird immer wichtiger Die Umfrage zeigte zudem, dass die Nutzung von Anwendungen der künstlichen Intelligenz (KI) immer selbstverständlicher wird für viele Menschen. "KI ist dank Smartphone in der Hosentasche für jeden Menschen erreichbar", sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied und Vodafone-Deutschlandchef Marcel de Groot. 38 Prozent der Smartphone-Nutzer gaben an, KI-Funktionen auf dem Smartphone regelmäßig zu nutzen. Bei den genutzten KI-Funktionen geht es etwa um Bildbearbeitung, Suchmöglichkeiten in Bildern, Chatbots wie Gemini, ChatGPT und Perplexity sowie KI-Unterstützung beim Schreiben von Nachrichten oder um KI-Spamfilter, um betrügerische Anrufe zu blockieren.