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08.02.2026
12:32 Uhr
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US-Favoritin Linsey Vonn scheidet nach einem Sturz bei der Abfahrt der Frauen aus. Die Sportlerin, die trotz Kreuzbandriss antrat, wurde per Helikopter abtransportiert.

Skistar Lindsey Vonn ist bei der Abfahrt der Frauen bei den Olympischen Winterspielen schwer gestürzt. Die US-Amerikanerin kam schon im Anfangsteil der Strecke zu Fall und überschlug sich. Ein Hubschrauber brachte die 41-Jährige per Seilwinde von der Strecke. Eine Diagnose nach ihrem Sturz gab es zunächst nicht. Vonn hakte bei einem Sprung mit dem Arm an einem Tor ein und verlor in der Folge die Kontrolle, während sie sich in der Luft befand. Sie schlug heftig auf der Piste auf. Das Rennen wurde vorübergehend unterbrochen. "Ich habe gleich weggeschaut" Die Sportlerin hatte eigenen Angaben zufolge kurz vor den Spielen in Mailand und Cortina einen Kreuzbandriss erlitten – wollte aber trotzdem die Goldmedaille holen. "Ich weiß, dass die Chancen aufgrund meines Alters, meines fehlenden Kreuzbandes und meines Titanknies gegen mich stehen – aber ich weiß auch, dass ich trotzdem daran glaube", teilte sie vor dem Rennen auf Instagram mit. Sie fuhr mit einer Teilprothese im rechten Knie , das linke Knie mit dem Kreuzbandriss wurde von einer Schiene gestützt. Im zweiten Winter nach ihrem Comeback galt Vonn als beste Abfahrerin der Saison. "Sie hat das Risiko oben definitiv schon genommen. Das war die Angst, die ich hatte, dass sie für dieses eine Rennen so versucht, übers Limit drüber zu gehen", sagte Ex-Profi Felix Neureuther in der ARD. "Wenn du so schwer verletzt warst und auch ohne Kreuzband fährst, musst du auch mental über dich hinauswachsen, dass du eine Chance hast", sagte er weiter. "Ich habe gleich weggeschaut", sagte die beste deutsche Rennfahrerin Emma Aicher. Sie hoffe, dass Vonn nichts Schlimmeres passiert sei. Auch der offizielle X-Account der Olympischen Spiele zeigte Anteilnahme nach dem Sturz und sprach Vonn gute Besserung aus. Vonns Familie dankbar für Unterstützung "Das war definitiv das Letzte, was wir sehen wollten", sagte Vonns Schwester Karin Kildow beim Streaminganbieter Peacock. Vonn gebe immer 110 Prozent, niemals weniger. "Ich weiß, dass sie ihr ganzes Herzblut hineingesteckt hat, und manchmal passieren eben solche Dinge. Es ist ein sehr gefährlicher Sport", sagte Kildow weiter. Die Familie freue sich darüber, "dass alle ihr die Daumen drücken" und sei dankbar für die Unterstützung. Vonn hatte der ZEIT im Dezember ein Interview gegeben. Darin sprach sie über ihre Rückkehr als Skirennfahrerin angesichts der Olympischen Winterspiele sowie über ihre Knieprothese. Sie hatte ihre Karriere im Februar 2019 nach mehreren Stürzen und einem zerstörten Kreuzband beenden müssen, kam aber noch mal zurück. Weitere Nachrichten zu den Olympischen Winterspielen können Sie in unserem Blog verfolgen.