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01.01.2026
02:33 Uhr
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Millionen Menschen von Sydney bis Berlin haben das Jahr 2026 begrüßt. Den Anfang machte das Südseeatoll Kiritimati. In Hongkong fiel das traditionelle Feuerwerk aus.

Weltweit haben Millionen Menschen das neue Jahr begrüßt. Den Anfang machte um 11 Uhr deutscher Zeit das 7.300 Einwohner zählende Südseeatoll Kiritimati, das zum Inselstaat Kiribati gehört, gefolgt von großen Feuerwerken in Australien und Neuseeland. Auch im indonesischen Jakarta, auf den Philippinen und in Bangkok versammelten sich die Menschen, um 2026 zu begrüßen. In Peking begann das neue Jahr mit einer Feier an der Großen Mauer. Dubai veranstaltete eine Lasershow rund um das höchste Gebäude der Welt, den 828 Meter hohen Wolkenkratzer Burdsch Chalifa. Vor dem Brandenburger Tor im Zentrum Berlins harrten schon vor Mitternacht Tausende von Menschen in der Kälte aus, in Vorfreude auf ein siebenminütiges Feuerwerk. Sydney zündete neun Tonnen Pyrotechnik Die australische Metropole Sydney feierte den Start ins neue Jahr bereits um 14 Uhr deutscher Zeit mit einem gigantischen Feuerwerk rund um die Harbour Bridge und das Opernhaus. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wurden neun Tonnen Pyrotechnik gezündet. Angesichts des Anschlags am Bondi Beach vor knapp zwei Wochen gab es zudem eine Schweigeminute. Auf die weiß angestrahlte Harbour Bridge wurden die Worte "peace" (Frieden) und "unity" (Einheit) sowie eine Menora, ein zentrales religiöses Symbol des Judentums, projiziert. Tausende Menschen hielten Kerzen und andere Lichter in den Händen. Ein geplantes Festival am Bondi Beach wurde nach dem Anschlag abgesagt. An dem weltberühmten Strand hatten am 14. Dezember zwei Attentäter auf eine jüdische Feier geschossen . 15 Menschen starben bei dem Angriff, zahlreiche weitere wurden verletzt. Wenig später starteten auch in Asien Millionen von Menschen ins neue Jahr. In vielen asiatischen Städten fanden spektakuläre Lichtshows statt, etwa in Busan (Südkorea) und der Metropole Singapur. Dort versammelten sich zahlreiche Schaulustige zum Feuerwerk an der Marina Bay mit Blick auf die Skyline. In Bangkok feierten Menschen am Fluss Chao Phraya. Dort spiegeln sich traditionell die Lichter des riesigen Feuerwerks. Zahlreiche Menschen zelebrieren den Jahreswechsel daher jährlich auf Partybooten, um die Show aus der Nähe zu erleben. Hongkong ohne Feuerwerk In der Sonderverwaltungszone Hongkong fiel das traditionelle Silvesterfeuerwerk über dem Victoria Harbour aus. Nach einem schweren Brand in einem Wohngebäude mit mindestens 160 Toten Ende November hatten die Behörden die Großveranstaltung abgesagt. Stattdessen wurde eine große Countdown-Veranstaltung mit Lichtinstallationen und Sängerauftritten organisiert. Auf dem chinesischen Festland begann das neue Jahr im Vergleich zu vielen westlichen Ländern ruhiger. Zwar gab es auch hier Feiern und Zusammenkünfte, der eigentliche Höhepunkt steht aber erst Mitte Februar an, wenn China nach dem traditionellen Mondkalender das neue Jahr begrüßt. Mit dem Übergang vom Jahr der Schlange zum Jahr des Pferdes beginnt dann die größte Reisewelle des Jahres. Hunderte Millionen Menschen machen sich zum Frühlingsfest auf den Weg in ihre Heimatorte, um mit ihren Familien zusammenzukommen und bei festlichen Mahlzeiten das wichtigste Fest des Jahres zu begehen. Dubai lässt Burdsch Chalifa leuchten In Dubai feierten die Menschen dagegen mit einem spektakulären Feuerwerk und einer Licht- und Lasershow am höchsten Gebäude der Welt, dem Burdsch Chalifa, ins neue Jahr. Die Fassade des 828 Meter hohen Wolkenkratzers in den Vereinigten Arabischen Emiraten leuchtete in wechselnden Farben auf, während Pyrotechnik die Besucher staunen ließ. Auch an anderen Orten in den Emiraten gab es zum Jahreswechsel großes Feuerwerk und Drohnenshows am Nachthimmel. Polizeiaufgebot sicherte Party in Berlin Die große Silvesterparty am Brandenburger Tor im Zentrum Berlins lockte schon Stunden vor Mitternacht Tausende Menschen an. In langen Schlangen standen sie an den Eingängen der Absperrungen, wo Taschen und Tickets kontrolliert wurden. Mehrere DJs spielten von einer Bühne aus Musik, das Tor wurde aufwendig mit einer Lichtshow beleuchtet. Einige Besucher tanzten. Die Polizei war mit einem Großaufgebot von 4.300 Beamtinnen und Beamten im Einsatz, "um empathielose Böllerexzesse zu vermeiden". Unter anderem seien bei Durchsuchungen von Autos und einer Wohnung im Stadtgebiet Kugelbomben sichergestellt worden. Vergangenes Jahr hatte es in der Silvesternacht Ausschreitungen und schwerwiegende Vorfälle mit Kugelbomben gegeben. Athen verzichtet auf lautes Geböller Die Hauptstädte Griechenlands und Zyperns haben die Lautstärke ihrer Silvesterfeuerwerke in diesem Jahr heruntergeregelt. Athen und Nikosia ersetzen das vertraute Zischen, Knistern und Knallen von Feuerwerkskörpern durch ein Spektakel mit geräuscharmer Pyrotechnik, Lichtshows und Drohnen, die weniger Getöse verursachen. Damit sollen die Neujahrsfeiern kinder- und haustierfreundlicher werden. "Dies markiert eine neue Ära der Neujahrsfeiern", sagte der Athener Bürgermeister Haris Doukas. "Ein spektakuläres Lichtspiel ohne ohrenbetäubenden Lärm – mit Rücksicht auf Menschen, Tiere und die Umwelt." Spanisches Dorf feiert vor In Spanien zog ein Dörfchen namens Villar de Corneja den Beginn des neuen Jahres eigenmächtig vor. In der Gemeinde, die etwa 150 Kilometer westlich von Madrid liegt, leben viele ältere Menschen, die um Mitternacht im Bett liegen wollen. Deshalb feiern die rund 70 Bewohner seit 2004 das Silvesterfest schon um zwölf Uhr mittags. Der spanischen Silvestertradition folgend, versammelten sie sich auf dem Hauptplatz und schoben sich kurz vor dem "Jahreswechsel" zu jedem der insgesamt zwölf Glockenschläge des Rathausturmes eine Weintraube in den Mund. In London versammelten sich mehr als hunderttausend Menschen zum Glockenschlag von Big Ben und feierten bei eisigen Temperaturen in einem abgesperrten Bereich am Themseufer gegenüber vom Riesenrad London Eye, um das Feuerwerk anzuschauen. Menschen in Amerika warten noch In Nord- und Südamerika warten die Menschen noch auf Mitternacht. Um vier Uhr deutscher Zeit etwa begeht Rio de Janeiro in Brasilien das neue Jahr. Dort werden am berühmten Copacabana-Strand mehr als zwei Millionen Menschen erwartet. Um sechs Uhr deutscher Zeit wird schließlich in New York das neue Jahr eingeläutet.