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02.01.2026
11:51 Uhr
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Mediziner des Unfallkrankenhauses in Berlin berichten von einem Kind mit schweren Verletzungen durch Pyrotechnik. Sie vermuten eine Kugelbombe als Ursache.

In Berlin ist ein Kind nach Angaben von Unfallmedizinern durch illegale Böller schwerst verletzt worden. Das Kind werde derzeit wegen "vermuteter Kugelbomben-Verletzung" behandelt, teilte das Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) auf X mit. Eine Hand des Kindes ist demnach vollständig zerstört. Am Körper hätten "weitere tiefe Verletzungen" versorgt werden müssen. Zunächst hatte der RBB berichtet. Im Jahr zuvor hatte ein ähnlicher Fall für Aufmerksamkeit gesorgt. Damals war ein siebenjähriger Junge in Berlin von einer Kugelbombe lebensgefährlich verletzt worden. Nach einer Notoperation und zahlreichen weiteren Operationen ist der Junge bis heute von dem Unfall beeinträchtigt. Kugelbomben bestehen aus verschiedenen pyrotechnischen Mischungen und enthalten somit eine große Menge Explosivmasse. Sie können mehrere Kilogramm wiegen. In Deutschland sind der Erwerb und Einsatz von Kugelbomben durch Privatpersonen untersagt. Ihr Gebrauch ist ausschließlich für staatlich geprüfte Pyrotechniker zugelassen. Polizeigewerkschaft und Umweltschützer fordern Böllerverbot Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin sprach sich nach erneuten Ausschreitungen mit Feuerwerk für ein Böllerverbot aus. "Wir brauchen ein Pyrotechnikverbot für den Privatgebrauch", sagte der Sprecher der GdP, Benjamin Jendro, im RBB-Inforadio. Es müsse sich etwas an den Rahmenbedingungen verändern, forderte er. In der vergangenen Silvesternacht sei es ruhiger als noch im Vorjahr gewesen, dennoch sei man immer noch weit entfernt von einem aus polizeilicher Sicht hinnehmbaren Zustand. "Wir können nicht von einer normalen oder friedlichen Silvesternacht sprechen", teilte er mit. Demnach gab es zahlreiche Angriffe mit Böllern, Batterien und Raketen auf Einsatzkräfte. Das dürfe niemals Normalität werden. Auch der Chef des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu), Jörg-Andreas Krüger, kritisierte die Auswirkungen der Silvesternacht in Hinblick auf Umweltschäden durch Chemikalien, Feinstaubbelastung und Müll. Die Deutsche Umwelthilfe sprach von einer verheerenden Bilanz der Silvesternacht. In der Silvesternacht kam es in zahlreichen deutschen Städten wieder zu Angriffen auf Einsatz- und Rettungskräfte. Allein in Berlin zählte die Polizei 35 verletzte Beamte.