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08.03.2026
00:19 Uhr
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CDU und CSU wollen Sexkauf verbieten. In einem Interview begründete die rechtspolitische Sprecherin der Union dies mit "unhaltbaren Zuständen" in der Prostitution.

Die Union fordert ein Sexkaufverbot. Dabei sollen die Freier bestraft werden, sagte die rechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Susanne Hierl ( CSU ), dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) in einem Interview zum Internationalen Frauentag. "In der Prostitution herrschen zum großen Teil unhaltbare Zustände", sagte Hierl. "Wir sollten es deshalb mit einem Sexkaufverbot versuchen. Dass Freier ohne Strafe davonkommen, ist für mich jedenfalls der falsche Ansatz." Den Vorschlag hatte die damalige stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Dorothee Bär (CSU) bereits 2023 gemacht . Auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (beide CDU ) haben sich für ein solches Verbot ausgesprochen . Nordisches Modell für Sexkaufverbot Die Forderung entspricht dem sogenannten Nordischen Modell. Dieses bestraft Freier und Zuhälter, während es die Sexarbeiterinnen selbst entkriminalisiert. Nur der Kauf sexueller Dienstleistungen sowie deren organisierte Vermittlung stehen beim Nordischen Modell unter Strafe . Zahlreiche europäische Staaten setzen dieses Modell eines Sexkaufverbots um, auch Kanada und Israel wenden es an. Im Koalitionsvertrag steht das Nordische Modell nicht. Im Dezember hatte Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) eine unabhängige Expertenkommission eingesetzt , die Vorschläge für einen stärkeren Schutz von Prostituierten erarbeiten soll. "Wir werden Prostitution wohl nie ganz zurückdrängen", sagte die CSU-Politikerin Hierl. Sie forderte Ausstiegsangebote für Sexarbeiterinnen und Unterstützung dabei, ihr Gewerbe zu verlassen. "Sie sollten wissen, dass sie sich nicht prostituieren müssen, sondern ihr Leben anders finanzieren können", sagte Hierl.