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08.01.2026
14:56 Uhr
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Nach dem Brand in Crans-Montana will die Staatsanwaltschaft die Bar-Betreiber am Freitag vernehmen. Das Paar hat sich zur "vollständigen Zusammenarbeit" bereit erklärt.

Etwa eine Woche nach der Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana wollen die Ermittler am Freitag zum ersten Mal die Betreiber vernehmen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP sollen Jacques und Jessica Moretti von der Staatsanwaltschaft in der nahegelegenen Stadt Sitten befragt werden. Das Paar hatte sich am Dienstag zur "vollständigen Zusammenarbeit" mit den Ermittlungsbehörden bereit erklärt. "Wir werden in keiner Weise versuchen, uns diesen Dingen zu entziehen", teilte das Paar in einer Erklärung mit. Gegen das Ehepaar wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. In der Silvesternacht war in der Bar ein Feuer ausgebrochen. Offiziellen Angaben zufolge kamen bei dem Feuer mindestens 40 Menschen ums Leben , darunter viele Jugendliche. Mindestens 119 weitere Menschen wurden verletzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Feuer durch an Champagnerflaschen befestigte Sprühfontänen ausgelöst wurde, die zu nah an die Decke gehalten wurden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft konzentrieren sich unter anderem auf die Frage, ob die Schaumstoffdämmung an der Kellerdecke den Brandschutzvorschriften entsprach. Am Dienstag hatte die Gemeinde Crans-Montana mitgeteilt, dass es seit 2019 keine Brandschutzkontrollen in der Bar gegeben hatte.