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29.11.2025
12:56 Uhr
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Im Schwarzen Meer ist auf zwei mutmaßlichen Öltankern der russischen Schattenflotte fast zeitgleich ein Feuer ausgebrochen. Die Türkei geht von Angriffen aus.

Vor der Schwarzmeerküste der Türkei ist auf zwei mutmaßlichen Öltankern der russischen Schattenflotte fast zeitgleich ein Brand ausgebrochen. Der türkische Verkehrsminister Abdulkadir Uraloğlu geht von einer "Einwirkung von außen" aus. Gesicherte Informationen lägen aber noch nicht vor. Ein Beamter des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU sagte indes der Nachrichtenagentur Reuters, die Ukraine habe zwei Tanker der russischen Schattenflotte mit Meeresdrohnen angegriffen. Er sprach von einer gemeinsamen Operation des SBU und der ukrainischen Marine. Offiziell bestätigt sind diese Angaben nicht. Bisher unklar ist, ob es sich dabei um die von der Türkei genannten Schiffe handelt. Fast zeitgleich Feuer auf zwei Öltankern im Schwarzen Meer Am Freitag hatte es laut Verkehrsminister Uraloğlu auf dem Tanker Virat eine Explosion gegeben. Laut dem türkischen Verkehrsministerium wurde das Schiff zweimal angegriffen – ein weiteres Mal am Samstagmorgen. Das Ministerium verwies auf Berichte, denen zufolge ein unbemanntes Schiff den Tanker angegriffen habe. Die Virat habe dabei leichte Schäden erlitten, sei aber in einem stabilen Zustand und die Besatzung sei wohlauf. Am Freitag war kurz zuvor auch der Tanker Kairos rund 45 Kilometer vor der Küste der türkischen Provinz Kocaeli in Brand geraten, wie die türkische Generaldirektion für maritime Angelegenheiten mitteilte. Das Schiff habe ohne Ladung die russische Hafenstadt Noworossijsk angesteuert. Die Besatzungsmitglieder der Tanker konnten in Sicherheit gebracht werden. Beide Schiffe fuhren unter gambischer Flagge. Nach Angaben aus der Datenbank OpenSanctions gehören die Tanker zur sogenannten Schattenflotte. Diese Schiffe werden für die Umgehung von Strafmaßnahmen genutzt, die gegen Russland wegen der Großinvasion in die Ukraine 2022 verhängt wurden. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.