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01.02.2026
14:34 Uhr
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Papst Leo XIV. äußert sich im Vatikan gegen Schwangerschaftsabbrüche. Er spricht von einem Krieg, den die Menschheit gegen sich selbst führe und fordert ein Ende.

Papst Leo XIV. hat Schwangerschaftsabbrüche als "größte Zerstörer des Friedens" bezeichnet. Keine Politik könne sich in den Dienst der Völker stellen, wenn sie diejenigen, die zur Welt kommen wollten, vom Leben ausschließe, sagte er bei einer Audienz im Vatikan vor Politikern. Es könne keinen Frieden geben, ohne den Krieg zu beenden, den die Menschheit gegen sich selbst führe, sagte das katholische Kirchenoberhaupt weiter. Mit den Worten, dass Schwangerschaftsabbrüche die "größten Zerstörer des Friedens" seien, zitierte Leo XIV. die heiliggesprochene Mutter Teresa (1910-1997). Die Stimme der Ordensfrau und Friedensnobelpreisträgerin ist nach seiner Ansicht "heute noch prophetisch". Nur wer sich um die Kleinsten kümmere, könne wirklich Großes leisten, sagte Leo XIV. Er rief die jungen Menschen dazu auf, den Frieden zu ehren, wenn er da sei, und ihn zu verwirklichen, wenn er fehle. Die katholische Kirche richtet sich deutlich gegen Schwangerschaftsabbrüche. Regelmäßig sprechen sich wichtige Kirchenmitglieder sowie der Papst öffentlichkeitswirksam dagegen aus. In Deutschland hatte im August e in Urteil in Lippstadt Aufmerksamkeit erregt. Der katholische Träger einer Klinik hatte dem Chefarzt des Zentrums für Frauenheilkunde, Joachim Volz, per Dienstanweisung Schwangerschaftsabbrüche an seinem Klinikum in Lippstadt untersagt. Volz klagte , scheiterte jedoch bereits in erster Instanz. Das Gericht verwies auf das Weisungsrecht des Arbeitgebers . Kirchen verfügen zudem über verfassungsrechtliche Sonderrechte, nach denen auch ihr kirchliches Arbeitsrecht geschützt ist.