Zeit 24.02.2026
15:53 Uhr

Schneesturm in den USA: US-Ostküste kämpft mit Folgen des Schneesturms


Ein heftiger Sturm hat Schneemassen in US-Städte getragen und das öffentliche Leben zum Erliegen gebracht. Hunderttausende Haushalte sind ohne Strom.

Schneesturm in den USA: US-Ostküste kämpft mit Folgen des Schneesturms
Nach dem heftigsten Wintersturm im Nordosten der USA seit zehn Jahren hat sich die Lage in einigen der betroffenen Regionen am Dienstagmorgen (Ortszeit) leicht stabilisiert. Allerdings türmten sich vielerorts noch hohe Schneeberge. Straßen wurden nur langsam wieder freigegeben und auch der öffentliche Personennahverkehr lief nur schrittweise wieder an. Der Wintersturm hatte am Montag unter anderem im Bundesstaat Rhode Island für fast einen Meter Schnee gesorgt – ein neuer Höchstwert, der nach Angaben des nationalen Wetterdienstes einen Blizzard im Jahr 1978 deutlich übertraf. Im Central Park in New York fiel gut ein halber Meter Schnee. Die Blizzard-Warnung war für mehr als 40 Millionen Menschen ausgesprochen worden. Wie die New York Times berichtete, gab es im Großraum der Ostküstenmetropole seit dem Winter 2020/21 keine so großen Schneemengen mehr wie in diesem Jahr. New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani warb per Videobotschaft auf der Plattform X erneut um Freiwillige, für 30 Dollar (umgerechnet 25 Euro) die Stunde Schnee zu schaufeln. Ein Blizzard ist ein starker Schneesturm mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 55 Kilometern pro Stunde und stark eingeschränkter Sicht, der das öffentliche Leben zeitweise lahmlegen kann. Stromausfälle und Fahrverbote in der Region Starker Wind und schwerer, nasser Schnee ließen in der betroffenen Region Bäume umstürzen, beschädigten Stromleitungen und verursachten Überschwemmungen an der Küste von Massachusetts. Auch nachdem der Sturm durchgezogen war, waren laut dem Portal PowerOutage noch immer knapp 400.000 Haushalte an der Ostküste ohne Strom. Laut der Flugverfolgungswebsite FlightAware wurden am Dienstag mehr als 2.000 Flugverbindungen in und aus den USA abgesagt. Die meisten Ausfälle betrafen Flughäfen in New York, New Jersey und Boston. Der Zugbetreiber Amtrak sagte für Dienstagmorgen Verbindungen zwischen Boston und New York sowie zwischen New York und Philadelphia ab. Zeitweise galt in New York ein Fahrverbot. Straßen, Autobahnen und Brücken waren gesperrt, außer für dringend notwendigen Verkehr wie etwa Rettungseinsätze. Auch im benachbarten Bundesstaat New Jersey galt ein Verkehrsverbot. Wer darauf verzichten könne, solle die eigene Wohnung am besten gar nicht verlassen, appellierten die Behörden. Für Hilfsbedürftige wurden Aufnahmezentren eingerichtet, damit sie dort Zuflucht suchen und sich aufwärmen können. Schulen, städtische Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtungen blieben auf Anordnung von Bürgermeister Mamdani geschlossen. Weitere Stürme erwartet Der Sturm ist Teil einer Serie extremer Winterwetterlagen in den Vereinigten Staaten. Bereits Ende Januar und Anfang Februar hatten große Teile des Landes mit schweren Schneestürmen und ungewöhnlich niedrigen Temperaturen zu kämpfen, örtlich wurden Kältehöchstwerte übertroffen. Für diesen Dienstag sagte der nationale Wetterdienst meist sonniges Wetter mit Temperaturen um den Gefrierpunkt voraus. Im Wochenverlauf könnte allerdings neuer Schnee fallen. Meteorologen warnten zudem vor einem weiteren Sturm, der ab Mittwoch noch mehr Schnee bringen könnte. Laut dem Wetterdienst dürfte er jedoch nicht so stark werden wie der sogenannte Bombenzyklon vom Montag, und neben Schnee auch Regen bringen.