Zeit 28.11.2025
07:48 Uhr

Schloss Goldenstein bei Salzburg: Österreichische Nonnen dürfen in besetztem Kloster bleiben


Weil sie nicht im Altersheim wohnen wollten, besetzten drei Nonnen ein Kloster bei Salzburg – und sorgten für weltweite Schlagzeilen. Nun zeichnet sich eine Einigung ab.

Schloss Goldenstein bei Salzburg: Österreichische Nonnen dürfen in besetztem Kloster bleiben
Im Streit um die Besetzung eines österreichischen Klosters durch drei betagte Nonnen zeichnet sich eine Einigung ab. Der zuständige Stiftsleiter Markus Grasl signalisierte die Bereitschaft, die drei Schwestern weiter im Kloster in Schloss Goldenstein bei Salzburg wohnen zu lassen. Sein Sprecher bestätigte der Nachrichtenagentur dpa, dass auch für altersgerechte Umbauten und Pflege gesorgt wäre. Voraussetzung sei allerdings, dass die Frauen künftig wieder in Klausur leben und das Kloster nur eingeschränkt für Außenstehende öffnen. Das Kompromissangebot ist inzwischen Unterstützerinnen der Frauen vorgestellt worden, darunter ehemalige Schülerinnen der Klosterschule Goldenberg. Die Nonnen müssen selbst entscheiden, ob sie den Vorschlag annehmen. Die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete, dass die Nonnen zudem aufgefordert wurden, einen Rechtsstreit beizulegen und Aktivitäten auf Social Media einzustellen. Ihr Instagram-Profil hat bislang fast 100.000 Followerinnen und Follower. Die Nonnen hatten Anfang September ihr zugewiesenes Altersheim verlassen und sich Zutritt zum leer stehenden Kloster verschafft, in dem sie zuvor jahrzehntelang gelebt und gearbeitet hatten. Durch die Besetzung und die damit verbundene Aufmerksamkeit gerieten sie in Konflikt mit Propst Grasl. Der Fall sorgte für weltweite Schlagzeilen.