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06.03.2026
13:03 Uhr
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Weil die Sicherheitslage zu unsicher ist, musste ein Pilot auf dem Weg nach Riad umkehren. Das bleibe wohl keine Ausnahme, sagt Lufthansachef Spohr.

Ein Linienflug der Lufthansa in die saudi-arabische Hauptstadt Riad ist wegen Sicherheitsbedenken kurzzeitig verschoben worden und soll nun mit Verspätung ankommen. Der Pilot startete in München und entschied in Rücksprache mit der Zentrale kurzfristig, nach Kairo abzudrehen, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr und fügte hinzu: "Sicherheit geht vor." Laut Lufthansa war der saudische Flughafen zum Zeitpunkt des Anflugs gesperrt. Das Flugzeug soll entgegen erster Angaben am Abend aber nach Riad weiterfliegen. So kann der voll gebuchte Rückflug aus Saudi-Arabien doch verspätet stattfinden. Die wenigen Passagiere des Hinflugs seien in Kairo ausgestiegen und dann auf andere Flüge verteilt worden. Der Airbus A350-900 sollte am wieder geöffneten Flughafen in Riad landen, um von dort zurückzufliegen. Er wird für Samstagmorgen um 7 Uhr in München erwartet. Raketenangriff auf US-Luftwaffenstützpunkt Zuvor hatten die Streitkräfte Saudi-Arabiens mehrere Angriffe rund um Riad vereitelt. So wurden drei Drohnen östlich der Hauptstadt Riad abgefangen und zerstört, teilte das saudi-arabische Verteidigungsministerium mit. Zudem hätten die Streitkräfte des Königreichs drei ballistische Raketen eliminiert, die auf den Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan südlich von Riad abgefeuert worden seien. Dort sind US-Truppen stationiert. Am Dienstag wurde auch die US-Botschaft in Riad angegriffen. Die Lufthansa-Gruppe habe für ihre fünf Heimatmärkte zehn Flüge organisiert und sei zu weiteren Flügen bereit, um festsitzende Reisende nach Hause zu bringen. Derartige Situationen werde man in den kommenden Wochen noch häufiger erleben, sagte Spohr. 30.000 Reisende betroffen Hintergrund ist die schwierige Sicherheitslage in der Region. Rund 30.000 Reisende von deutschen Veranstaltern waren laut Reiseverband DRV von der Eskalation in der Golfregion betroffen, der Flugverkehr ist gestört . Sollte die Krise länger anhalten, werde das zu einer Zäsur in der Luftfahrt führen, sagte Spohr. Die USA und Israel greifen den Iran seit dem vergangenen Wochenende aus der Luft an. Dabei wurden der oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA greift der Iran Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion an. Alle aktuellen Entwicklungen lesen Sie in unserem Liveblog.