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09.12.2025
17:16 Uhr
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Eine Mehrheit der Schulleiter in Deutschland sieht für ihre Gebäude Sanierungs- oder Umbaubedarf, hat aber kein Geld für Maßnahmen. Sie hoffen auf das Sondervermögen.

Rund 64 Prozent der Schulleitungen in Deutschland halten Sanierungsmaßnahmen an ihren Schulen für notwendig. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa . Rund 1.300 Schulleiterinnen und Schulleiter wurden befragt. Innerhalb der 64 Prozent, die einen Sanierungsbedarf für ihre Schulgebäude sehen, gab wiederum rund ein Fünftel an, Geld dafür zur Verfügung zu haben. Mit Blick auf die veränderten Lern- und Prüfordnungen halten knapp drei Viertel aller Schulleitungen einen Umbau für notwendig. In Auftrag gegeben wurde die Studie vom Verband Bildung und Erziehung (VBE). Die Gewerkschaft vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 164.000 Pädagoginnen und Pädagogen im Land. "Wir leisten uns eine marode Schulinfrastruktur", kritisierte der VBE-Vorsitzende Tomi Neckov. Der Verband hoffe nun darauf, dass durch das Sondervermögen Infrastruktur ein Momentum entstehe. "Wir sind auf einen zusätzlichen Investitionsschub angewiesen." Auch der Deutsche Lehrerverband hat Unterstützung aus dem Sondervermögen gefordert. Für steigende Temperaturen im Sommer brauche es besseren Hitzeschutz und Klimaanlagen in den Schulgebäuden.