|
22.12.2025
13:13 Uhr
|
In Moskau ist ein hochrangiger russischer General bei einer Explosion getötet worden. Generalleutnant Fanil Sarwarow sei für die operative Ausbildung zuständig gewesen.

In Moskau ist ein russischer General laut Behördenangaben bei der Explosion eines Sprengsatzes an seinem Auto getötet worden. Fanil Sarwarow sei an seinen Verletzungen gestorben, teilte die Sprecherin des russischen Ermittlungskomitees, Swetlana Petrenko, mit. Es werde in verschiedene Richtungen ermittelt, unter anderem, ob der Geheimdienst der Ukraine für die Explosion verantwortlich sei, sagte sie. "Die Ermittler prüfen verschiedene Versionen des Mordes. Eine davon ist die Version, dass das Verbrechen von den ukrainischen Geheimdiensten organisiert wurde", schrieb Petrenko auf Telegram. Sarwarow war Leiter der operativen Ausbildungsabteilung des russischen Generalstabs. Der Sprengsatz war den Ermittlern zufolge unter dem Fahrzeug angebracht. Ort der Explosion war demnach ein Parkplatz in einem Wohnviertel im Süden Moskaus. Die russische Zeitung Kommersant berichtete, Sarwarow habe sich ans Steuer gesetzt, sei ein paar Meter gefahren, dann sei der Sprengsatz explodiert. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Dem Kreml zufolge wurde der russische Präsident Wladimir Putin über den Anschlag informiert. Anschlag auf Igor Kirillow vor einem Jahr Sarwarow war an mehreren Kriegseinsätzen der russischen Armee beteiligt. In den 1990er- und 2000er-Jahren nahm er laut seiner offiziellen Biografie auf der Website des russischen Verteidigungsministeriums an den Kriegen in Tschetschenien teil. Von 2015 bis 2016 kommandierte er die russischen Streitkräfte in Syrien. Ab 2022 kämpfte der General in der Ukraine. Vor einem Jahr war der russische General Igor Kirillow bei einem Bombenanschlag in Moskau getötet worden. Damals bekannte sich der ukrainische Geheimdienst SBU dazu. Er machte Kirillow für den Einsatz chemischer Waffen gegen ukrainische Truppen verantwortlich. Russland wies diese Vorwürfe zurück. Seit Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022 wurden bereits mehrere mit dem Militäreinsatz in Verbindung stehende Russen bei Sprengstoffanschlägen in Russland getötet. Im April dieses Jahres starb General Jaroslaw Moskalik bei einer Autoexplosion in der Nähe von Moskau.