Zeit 27.11.2025
19:17 Uhr

Rostock: Nach Brand an Rostocker Überseehafen wird wegen Sabotage ermittelt


Im Mai brannte es im Rostocker Überseehafen – für viel Aufmerksamkeit sorgte das nicht. BKA und Verfassungsschutz erwähnten den Fall nun im Kontext hybrider Bedrohungen.

Rostock: Nach Brand an Rostocker Überseehafen wird wegen Sabotage ermittelt
Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Fall eines Brandes im Rostocker Überseehafen wegen des Verdachts auf "verfassungsfeindliche Sabotage". Das geht aus einem Bericht des Spiegels hervor, den der Rostocker Oberstaatsanwalt Harald Nowack bestätigte. Demnach liefen Entwicklungen zu dem Brand bei einem Getreideverarbeiter im Überseehafen bereits seit dem Vorfall im Mai 2025. Bei dem Feuer am 14. Mai brannte ein 150 Meter langes Förderband einer Getreide verarbeitenden Firma an mehreren Stellen. Die Ermittlungen seien allein schon durch die Art des angegriffenen Objektes im Getreidehafen begründet. Wie der Spiegel berichtete, erwähnen das Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesamt für Verfassungsschutz den Fall auch in ihrem ersten gemeinsamen Lagebild zu "hybriden Bedrohungen" . Der Rostocker Überseehafen diene "als Umschlagplatz für Im- und Export von ukrainischem Getreide", heißt es laut dem Magazin in einem vertraulichen Papier. Die Spionageexperten könnten den Brand – wie in vielen anderen Fällen auch – aber nicht eindeutig Russland zuschreiben. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges würden Getreideexporte aus der Ukraine häufiger mit Güterzügen nach Rostock befördert. Die übliche Route über das Schwarze Meer sei gefährlicher geworden, hieß es in dem Bericht. Von Rostock aus wird das Getreide dann in die Welt verschifft. Eine Sabotage dieser Route liege daher in Putins Interesse.