Zeit 26.11.2025
10:11 Uhr

Rentenstreit: SPD-Fraktionschef sieht Haltelinie bei Rente als unverhandelbar


Mathias Miersch hält im Koalitionsstreit am gesicherten Rentenniveau fest. Die Grünen wollen dem Rentenpaket im Bundestag nur zustimmen, wenn ihre Positionen einfließen.

Rentenstreit: SPD-Fraktionschef sieht Haltelinie bei Rente als unverhandelbar
Im Rentenstreit der Bundesregierung hat der sozialdemokratische Fraktionschef Matthias Miersch Veränderungen der im Rentenpaket geplanten Haltelinie von 48 Prozent kategorisch ausgeschlossen. Es gehe um die Lebensleistung der Beitragszahler, sagte Miersch im ZDF- Morgenmagazin . "Es geht wirklich hier um einzelne Schicksale, das müssen wir im Blick haben." Die Haltelinie setzt das Rentenniveau auf 48 Prozent des aktuellen Durchschnittseinkommens in Deutschland fest. Sie gilt bislang nur bis zum Jahresende. Ohne diese Haltelinie würde das Rentenniveau nach einer Schätzung des Bundesarbeitsministeriums bis 2031 um einen Prozentpunkt sinken. Damit würden Beziehern durchschnittlicher Renten mehrere hundert Euro im Jahr fehlen, sagte Miersch. Das sei mit der SPD nicht zu machen und nicht verhandelbar. "Die Frage des Rentenniveaus ist für viele Menschen von zentraler Bedeutung." Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge bekräftigte erneut, dass ihre Partei dem Rentenpaket im Bundestag nicht zustimmen werde , wenn ihre Positionen nicht einfließen. Es müsse darum gehen, dass alle Generationen ein gutes Rentenniveau hätten: "Deswegen ist für die Grünen sehr klar, das Rentenniveau kann nicht weiter abgesenkt werden", sagte sie im rbb24 Inforadio. Zudem müsse die Rente auf mehrere Schultern verteilt werden, indem beispielsweise auch Abgeordnete einzahlten. Die Grünen seien nicht bereit, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Rentenstreit "aus der Patsche zu helfen", sagte Dröge. "Wir sind immer bereit über vernünftige Inhalte zu sprechen, aber dann geht es um unsere Vorstellungen in der Sache." Trotz des festgefahrenen Konflikts in der Koalition geht Miersch von einer Lösung aus. "Von einem Platzen der Koalition ist überhaupt nicht die Rede." Am Donnerstag beschäftigt sich der Koalitionsausschuss mit dem Rentenstreit.