Zeit 05.12.2025
15:47 Uhr

Rentenpaket: Friedrich Merz sagt weitere Rentenreform für 2026 zu


Der Kanzler hat bei der Abstimmung über das Rentenpaket die erhoffte Mehrheit erreicht. Der erste Schritt sei gemacht. Nächstes Jahr soll die Debatte weitergehen.

Rentenpaket: Friedrich Merz sagt weitere Rentenreform für 2026 zu
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich nach der Mehrheit für das umstrittene Rentenpaket zufrieden gezeigt. Der erste Schritt sei gemacht, sagte Merz. Eine weitere Reform solle folgen. "Das ist nicht das Ende unserer Rentenpolitik, sondern erst der Anfang." Teil des beschlossenen Rentenpakets sind die Aktivrente, Mütterrente und die umstrittene Haltelinie, die bis 2031 das Rentenniveau bei 48 Prozent des Durchschnittseinkommens stabilisieren soll. Der Passus zur Haltelinie – auch über 2031 hinaus – hatte bei jungen Unionsabgeordneten für Kritik gesorgt. Sie argumentieren, dass diese Kosten die künftigen Generationen übermäßig belasten würden. Merz sieht Koalition vor Herausforderung Der Entscheidung seien intensive Debatten vorangegangen, sagte der Kanzler. Diese seien nötig gewesen und hätten gezeigt, welche Debatten der Koalition noch bevorstünden. Dies werde "eine nicht ganz einfache Aufgabe für uns werden". Er sei aber zuversichtlich, dass es gelinge. Die Bundesregierung werde schon im nächsten Jahr "eine sehr umfassende Rentenreform" vorschlagen. Zunächst solle eine Rentenfachkommission Vorschläge machen, mit denen sich die Bundesregierung dann befassen und auf den parlamentarischen Weg bringen werde, sagte Merz. Die Kommission soll laut Beschluss des Koalitionsausschusses von vergangener Woche noch in diesem Jahr eingesetzt werden. "Unser Sozialstaat wird auch in Zukunft finanzierbar, leistungsstark und generationengerecht ausgestaltet sein", sagte er. Dies sei ein Versprechen gegenüber allen Generationen. Eine umfassende Rentenreform könne nur dann gerecht sein, "wenn sie in der großen Breite unserer Gesellschaft auf Akzeptanz stößt". In einer namentlichen Schlussabstimmung hatte der Bundestag das umstrittene Rentenpaket beschlossen . 318 Abgeordnete stimmten mit Ja, 224 mit Nein und 53 enthielten sich. Für die von Merz angestrebte Kanzlermehrheit brauchte es mindestens 316 der 630 Stimmen. Dagegen stimmten neben AfD und Grünen auch sieben Abgeordnete aus der Unionsfraktion. Die Abstimmung galt auch als Bewährungsprobe für die schwarz-rote Koalition. Mehr zur Abstimmung über das Rentenpaket können Sie in unserem Liveblog nachlesen .