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05.03.2026
13:40 Uhr
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Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat die Rentenerhöhung für 2026 bekanntgegeben. Diese liegt über der zu erwartenden Inflationsrate.

Die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland sollen vom 1. Juli 2026 an mehr Geld bekommen. Ihre Bezüge steigen um 4,24 Prozent, sagte Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas der Nachrichtenagentur Reuters. Die SPD-Co-Vorsitzende begründete den Anstieg mit der positiven Lohnentwicklung: "Die gute Lohnentwicklung führt erneut zu einer spürbaren Rentenanpassung, mit der die Verlässlichkeit der gesetzlichen Rente zum Ausdruck kommt", sagte Bas. Die Renten steigen damit erneut stärker als die Inflation. Die Bundesregierung erwartet für 2026 eine allgemeine Preissteigerung von 2,1 Prozent. Für eine Standardrente bei durchschnittlichem Verdienst und 45 Beitragsjahren bedeutet die Anhebung ein monatliches Plus von 77,85 Euro. Den Rentenkassen entstehen dadurch jährliche Mehrausgaben in zweistelliger Milliardenhöhe. Eine genaue Bezifferung wird erst in der Rentenanpassungsverordnung erfolgen, die die Bundesregierung noch beschließen muss. Im Vorjahr waren die Renten um 3,74 Prozent gestiegen, was Mehraufwendungen von über 15 Milliarden Euro jährlich zur Folge hatte. Gestiegene Zusatzbeiträge der Krankenkassen dämpfen Anstieg Grundlage der Anpassung ist die Lohnentwicklung: Steigen die Gehälter der Beschäftigten, ziehen die Renten im Folgejahr nach. Laut Statistischem Bundesamt lag die anpassungsrelevante Lohnentwicklung bei 4,25 Prozent. Geringfügig gedämpft wird die Erhöhung durch gestiegene Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen . Bas verteidigte das System der Lohnkopplung: "Durch die Kopplung der Renten an die Löhne stellen wir sicher, dass die Rentnerinnen und Rentner an der Wohlstandsentwicklung der arbeitenden Bevölkerung teilhaben." Ordentliche Renten seien "kein Luxus, sondern eine Frage der Leistungsgerechtigkeit für die Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben."