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11.12.2025
05:06 Uhr
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In den nächsten Jahren gehen viele Babyboomer in Rente. Die Bundesregierung solle die Mehrkosten über Steuern finanzieren, sagt Gewerkschafterin Yasmin Fahimi.

Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Yasmin Fahimi , fordert von der Bundesregierung, die drohenden Zusatzkosten aus dem Renteneintritt der Babyboomer-Jahrgänge vorübergehend mit Steuergeld auszugleichen. "Keine Generation – egal ob jung oder alt – sollte allein für die sogenannte Boomer-Welle aufkommen müssen", sagte Fahimi dem Magazin Focus . "Wir müssen diese besondere, zeitlich begrenzte Herausforderung mit einem zusätzlichen temporären Steuerzuschuss auffangen." Die Gewerkschafterin regte die Einrichtung eines "Demografiefaktors" an. "Man könnte die zusätzlichen Kosten berechnen, die in den zwölf kritischen Jahren durch die Babyboomer in der Rente auftreten, und diese Spitze dann entsprechend steuerlich abfangen", sagte die Gewerkschafterin. Um diesen Faktor könne man den Steuerzuschuss erhöhen, "bis diese außergewöhnliche Phase ausläuft". Führende Ökonomen warnen bereits seit einiger Zeit davor, dass die gerade verabschiedete Rentenreform der Bundesregierung mittelfristig über höhere Steuern finanziert werden muss . Knapp ein Viertel des Bundeshaushalts bezuschusst bereits die Rentenkasse Der Gipfel der Babyboomer-Welle war der Geburtsjahrgang 1964. Die geburtenstarken Jahrgänge gehen bereits nach und nach in Rente. Schon jetzt fließt ein erheblicher Teil des Bundeshaushalts in Zuschüsse an die Rentenkassen. 2026 sind es 127,8 Milliarden Euro, knapp ein Viertel des Etats. Fahimi schlägt ferner einen regelmäßigen Austausch zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften im Kanzleramt vor. Aus diesen Treffen könnten ihrer Ansicht nach "Leitlinien entstehen, die sich dann in Regierungshandeln übersetzen, zur Stärkung der Wirtschaft beitragen und damit auch zur Befriedung der Gesellschaft", sagte die Gewerkschafterin.