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04.03.2026
14:24 Uhr
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Die öffentlich-rechtlichen Sender setzen Vorgaben des neuen Reformstaatsvertrags um und bündeln ihre Angebote. tagesschau24, One und ARD alpha werden eingestellt.

ARD und ZDF bündeln ihre Programme und schalten dafür zum Jahresende die drei Kanäle ARD alpha, tagesschau24 und One ab. Nach dem Reformstaatsvertrag sollen die beiden öffentlich-rechtlichen Sender ihre Zahl an klassischen TV-Kanälen reduzieren, teilte der ARD-Vorsitz zur Begründung mit. ARD und ZDF berieten in den vergangenen Monaten intensiv, welche Sender aufgegeben und welche erhalten bleiben sollen. Mit der Reduzierung des Angebots soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk Kosten senken. Künftig wollen ARD und ZDF enger zusammenarbeiten, besonders mit Blick auf jüngere Zuschauer. Erhalten bleiben die Kanäle Phoenix als gemeinsames Informationsangebot, Neo für junge Erwachsene und Info als Dokumentationskanal . Damit bleiben die drei beliebtesten Angebote in den Bereichen Nachrichten, Bildung, Dokumentationen und Inhalte für junge Menschen erhalten. Auch die Sender 3sat und Funk werden nach der Neustrukturierung von 2027 an weiter fortbestehen. Arte bleibt demnach als deutsch-französischer Kulturkanal bestehen. Bei 3sat, Neo und dem Dokumentationskanal Info liegt die Federführung beim ZDF, bei Kika, Funk und Phoenix bei der ARD. Vor allem online bestimmte Zielgruppen direkt ansprechen Das Vorhaben muss dafür noch von den zuständigen Gremien bestätigt werden. In den kommenden Monaten sollten gemeinsame Arbeitsgruppen von ARD und ZDF die weitere Ausgestaltung der zentralen Rahmenbedingungen entwickeln. ZDF-Intendant Norbert Himmler bezeichnete die Zusammenarbeit von ARD und ZDF als konstruktiv und zukunftsorientiert. Der ARD-Vorsitzende Florian Hager verwies auf gemeinsame Projekte wie Funk oder Kika, die zeigten, "was ARD und ZDF erreichen können, wenn sie vor allem online gezielt bestimmte Zielgruppen ansprechen." Am 1. Dezember 2025 trat die Reform des Rundfunkstaatsvertrags in Kraft. Sie sieht neben der Reduzierung von Doppelstrukturen und einzelnen Spartensendern auch vor, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio stärker auf die Bedürfnisse der Zuschauer eingehen.