Zeit 27.01.2026
17:11 Uhr

Reform des Sozialstaats: Lässt sich der deutsche Sozialstaat vereinfachen?


Eine Kommission liefert Vorschläge für einen effizienteren Sozialstaat. Es geht auch um das Reizwort Teilzeit. Und: Weltweit wird der Opfer des Holocausts gedacht.

Reform des Sozialstaats: Lässt sich der deutsche Sozialstaat vereinfachen?
Eine Fachkommission rät der Bundesregierung, das Sozialsystem umfassend umzubauen. Auf 50 Seiten finden sich in dem von der Bundesregierung beauftragten Bericht 26 konkrete Empfehlungen, um den Staat einfacher und digitaler zu gestalten. So soll das Kindergeld etwa automatisch nach der Geburt ausgezahlt werden; für Sozialleistungen soll es ein digitales Portal geben. Die Ergebnisse des Berichts wurden bereits vor der Veröffentlichung kritisiert, zum Beispiel von der Jungen Union. Sie fordert auch Einschränkungen der sozialen Leistungen. Für die SPD ist die Sozialstaatsreform hingegen eher ein Umbau, sie will die Leistungen selbst nicht reduzieren . Ob der Bericht eine grundlegende Reform anstoßen kann und wie schnell Gesetze folgen, weiß Mark Schieritz , stellvertretender Ressortleiter des Politikressorts der ZEIT. Die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau jährt sich zum 71. Mal. Der Tag dient international dem Gedenken der Opfer des Holocausts. Bei einer Gedenkstunde im Landtag Niedersachsen sprach der jüdische Publizist Michel Friedman davon, aus der Vergangenheit zu lernen: "Wir sind die Zeugen unserer Zeit." Wir müssten über uns reden und uns die Frage stellen: "Wie leidenschaftlich sind wir denn Demokraten?" Zwischen 1933 und 1945 ermordete Deutschland unter der NS-Herrschaft über sechs Millionen Menschen in Europa. Unter ihnen waren neben jüdischen Menschen auch Sinti und Roma, politische Gegner, behinderte, obdachlose und homosexuelle Menschen. Aktuell warnen Jüdinnen und Juden vor einem erneut wachsenden Antisemitismus in Deutschland. Wir haben im vergangenen Jahr in einer Spezialfolge von Was jetzt? mit Zeitzeugen des Holocausts gesprochen. Sie finden die Folge hier . Und sonst so? Russland will einen deutschen Bildhauer verurteilen, wegen seiner Karnevalswagen . Moderation und Produktion: Ole Pflüger Redaktion: Simone Gaul Mitarbeit: Luca Kleeberg und Benjamin Probst Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de .