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15.12.2025
15:24 Uhr
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Mitglieder der Sächsischen Separatisten müssen sich vor Gericht verantworten. Für einen "Tag X" plante die rechtsextremistische Gruppe, Teile von Sachsen zu erobern.

Das Oberlandesgericht Dresden (OLG) hat die Anklage gegen mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremistischen Gruppe Sächsische Separatisten zugelassen. Gegen acht Angeklagte wird ein Hauptverfahren eröffnet. Sie sollen sich "wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung, Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens und weiterer Anklagepunkte" vor Gericht verantworten, teilte das OLG mit. Einsatzkräfte hatten die Beschuldigten im November 2024 bei Razzien an mehreren Orten in Sachsen sowie in Polen festgenommen. Auch in Österreich war es zu Durchsuchungen gekommen. Zu der Gruppierung sollen auch drei damalige AfD-Mitglieder gehört haben. Nach der Eröffnung des Verfahrens bleiben die acht Mitglieder weiter in Untersuchungshaft. Die Termine will das Gericht demnächst veröffentlichen. Gruppe bereitete sich auf "Tag X" vor Die acht Männer sollen einer im Februar 2020 gegründeten Vereinigung angehört haben, die sich selbst Sächsische Separatisten nannte. Mehrere Angeklagte sollen laut Gericht "teilweise als Jugendliche und Heranwachsende gehandelt haben". Aus der Anklage geht hervor, dass die Gruppenmitglieder "rassistische, antisemitische und teilweise apokalyptische Überzeugungen" vertraten. Demnach waren die Mitglieder überzeugt davon, dass es einen unbestimmten "Tag X" geben werde, an dem der staatliche und gesellschaftliche Zusammenbruch Deutschlands eintreten werde. Sie planten, "bei dieser Gelegenheit einen möglichst großen Teil Sachsens zu erobern und dort einen an der Ideologie des Nationalsozialismus ausgerichteten Staat zu errichten", hieß es laut Anklage weiter. Die Gruppe soll sich der Anklageschrift zufolge militärische Ausrüstungsgegenstände beschafft haben. Auch habe sie mit der Ausrüstung wiederholt paramilitärische Kampftrainings durchgeführt. Um ihr Vorhaben umzusetzen, hätte sie "eine Liquidierung von Vertretern der staatlichen Ordnung und ethnische Säuberungen geplant".