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05.01.2026
04:17 Uhr
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Wortführer wie Trumps Ex-Berater Steve Bannon loben die Gefangennahme von Nicolás Maduro als "kühn und brillant". Analysten warnen, die Zustimmung könnte bald schwinden.

Die von US-Präsident Donald Trump veranlasste Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro findet bei Republikanern in den USA Zustimmung. Zwar gibt es auch im Lager der Trump-Anhänger einige Kritiker, die den Militärschlag als Verrat an dem Wahlversprechen empfinden, sich aus ausländischen Konflikten künftig stärker herauszuhalten. Die meisten republikanischen Verbündeten Trumps sowie einflussreiche Konservative stellen sich aber hinter den Präsidenten. Steve Bannon , ein ehemaliger Trump-Berater und Wortführer der konservativen Maga-Bewegung, etwa bezeichnete die Aktion in seinem Podcast in den Stunden nach Maduros Festnahme als "kühn und brillant". Seine Äußerungen decken sich mit dem Ton, den viele in der Trump-Anhängerschaft derzeit anschlagen. Nach den Worten der Trump-Regierung stellt die Operation vor allem eine Strafverfolgungsmaßnahme gegen Maduro dar, gegen den in den USA eine Anklage wegen Drogendelikten vorliegt. Am Montagabend soll er in New York vor Gericht erscheinen. Einige Unterstützer wie die rechte Maga-Aktivistin Laura Loomer argumentierten zudem in Onlinemedien, die USA müssten die riesigen Ölreserven Venezuelas sichern, bevor diese in die Hände von Gegnern wie dem Iran, China oder Russland fielen. Die Republikanerin Nikki Haley, die Trump bei den Vorwahlen 2024 unterlegen war, nannte Maduro in einem Post auf X einen "brutalen sozialistischen Diktator" und verkündete, das venezolanische Volk "verdiene Freiheit". "Es ist das Drehbuch, das wir so satthaben" Kritik kam von den Demokraten , aber auch von prominenten Trump-Unterstützern. Die republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene, eine langjährige Trump-Anhängerin, die sich mit Trump überworfen hat , nannte die Aktion dagegen eine Abkehr von Trumps America-First -Politik. "Dies ist dasselbe Washingtoner Drehbuch, das wir so satthaben und das dem amerikanischen Volk nicht dient", sagte sie am Sonntag im Sender NBC. Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, warnte, Trump riskiere, die USA "in einen weiteren kostspieligen ausländischen Krieg" zu ziehen. Politische Beobachter warnen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters jedoch, die Unterstützung könne schwinden, sollte sich die Operation wie frühere Militärinterventionen im Ausland in die Länge ziehen. Demnach stimmt die Trump-Basis der Aktion derzeit vor allem zu, weil sie als schneller und risikoarmer Erfolg wahrgenommen wird. Sollte die Intervention jedoch scheitern oder sich zu einem langwierigen Einsatz entwickeln, könnte sie für Trump und die Republikaner bei den bevorstehenden Zwischenwahlen im November zu einer Belastung werden. Einige Beobachter sehen in dem Vorgehen eine Bestandsprobe für die Maga-Bewegung : Nun zeige sich, ob das Maga-Lager einer festen Ideologie folgt oder sich schlicht nach Trump richte. Die Zustimmungswerte des US-Präsidenten sind in den vergangenen Wochen gesunken.