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03.02.2026
04:18 Uhr
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Elon Musks KI-Firma xAI hat zuletzt etwa eine Milliarde US-Dollar ausgegeben. Jetzt fusioniert er sie mit seiner Raumfahrtfirma – und spricht von Datenzentren im All.

Techmilliardär Elon Musk hat die Raumfahrtfirma SpaceX und seinen KI-Entwickler xAI zusammengelegt. Gemeinsam sollen die Unternehmen unter anderem Rechenzentren im All bauen, wie Musk ankündigte. Der Schritt wird es Musk ermöglichen, xAI mit Milliarden aus den Kassen von SpaceX zu versorgen. Die KI-Firma xAI, die unter anderem den umstrittenen Chatbot Grok entwickelt hat, hat einen hohen Kapitalverbrauch. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg gab sie im vergangenen Jahr etwa eine Milliarde Dollar aus. SpaceX und zuletzt auch der ebenfalls von Musk geführte Elektroautohersteller Tesla steckten in Finanzierungsrunden bereits jeweils zwei Milliarden Dollar in xAI. Zu welchem Preis SpaceX die KI-Firma kaufte, erwähnte Musk zunächst nicht. SpaceX und xAI sind beide nicht an der Börse notiert, was eine Fusion vereinfacht. Die Vereinbarung dürfte jedoch auch Aufsichtsbehörden auf den Plan rufen. Wegen Musks überlappenden Führungsrollen und möglicher Interessenkonflikte wird mit einer Prüfung gerechnet. Da SpaceX zudem Milliardenverträge mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa und dem Verteidigungsministerium unterhält, könnten auch nationale Sicherheitsfragen eine Rolle spielen. Musk spricht von Rechenzentren im All Unterdessen stellte Musk Rechenzentren im All in Aussicht. Er schätze, dass in zwei bis drei Jahren dies der günstigste Weg sein werde, um Rechenleistung für künstliche Intelligenz zu generieren. Dabei soll die Starship-Rakete seines Raumfahrtunternehmens zum Einsatz kommen und bald einmal pro Stunde starten. Der Milliardär sprach von "einer Million Tonnen an Satelliten jährlich". Allerdings haben sich Musks Ankündigungen über neue Technologien oder Produktionsumfang schon öfter als zu optimistisch herausgestellt. Einen Zeitplan für erste Satellitenstarts nannte Musk nicht. SpaceX soll Börsengang erwägen Die KI-Firma xAI hat den Chatbot Grok als Konkurrenz zu ChatGPT von OpenAI entwickelt. Aktuell steht Grok in der Kritik, weil die Software es Nutzern ermöglichte, Frauen und Kinder in sexualisierten Bildern darzustellen. Nachdem Behörden aktiv geworden waren , schränkte xAI die Möglichkeiten dazu ein. Grok läuft auf Musks Onlineplattform X. Bereits 2025 brachte er sie in xAI ein. SpaceX betreibt das Satellitennetzwerk Starlink. Zudem spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle bei der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Vorzeigeprojekt von SpaceX ist die 123 Meter hohe Starship-Rakete. Die Nasa will damit erstmals seit Jahrzehnten wieder Menschen zum Mond bringen, während Musk sogar eine Marsmission plant. Musk hält nach bisherigen Informationen einen Anteil von rund 40 Prozent an den Unternehmen. Medienberichten zufolge erwägt SpaceX einen Börsengang, bei dem die Firma mit bis zu 1,5 Billionen Dollar bewertet werden könnte.