Zeit 22.12.2025
15:46 Uhr

Rahmedetalbrücke: Friedrich Merz gibt neue Brücke in Lüdenscheid frei


Die plötzliche Sperrung der Rahmedetalbrücke war vor vier Jahren ein Schock für das Sauerland. Nun eröffnet der Bundeskanzler den Teilneubau in seiner Heimat.

Rahmedetalbrücke: Friedrich Merz gibt neue Brücke in Lüdenscheid frei
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Rahmedetalbrücke auf der A45 im Sauerland nach vier Jahren Sperrung offiziell wieder eröffnet. Zusammen mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder schnitt Merz ein symbolisches Band durch und gab damit einen Teilneubau an der wichtigen Nord-Süd-Verbindung frei. Kurz danach lief der Verkehr auf der für 170 Millionen Euro neu gebauten Brücke nach Freigabe der Polizei an. Merz bedankte sich bei den Anwohnenden in Lüdenscheid, die vier Jahre von der plötzlichen Sperrung betroffen waren. "Aus verkehrspolitischer Sicht sprechen wir aber von nur vier Jahren", sagte der Kanzler. Der Normalfall bei solchen Bauten seien acht bis zehn Jahre. "Erste Klasse, was Sie hier gemacht haben." Die Brücke sei ein Vorbild für die Sanierung der rund 4.000 maroden Autobahnbrücken in Deutschland. "Deutschland kann Infrastruktur ", sagte Merz. Brückenarbeiten noch nicht abgeschlossen Die Region könne nun aufatmen, sagte Lüdenscheids Bürgermeister Sebastian Wagemeyer (SPD). Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sieht Rahmende als den "neuen Maßstab für die Umsetzungsgeschwindigkeit in Deutschland". Die Arbeiten an der Brücke sind noch nicht komplett abgeschlossen: Bislang ist nur die erste Brückenhälfte fertig. Daneben wird an einem zweiten Brückenteil gebaut. Das reicht, um Fahrzeuge auf verengten Spuren mit 80 Kilometern pro Stunde über das Tal fahren zu lassen. Ende kommenden Jahres sollen alle Arbeiten fertiggestellt werden. Milliardenschaden für Wirtschaft im Sauerland Die plötzliche Sperrung der einsturzgefährdeten Rahmedetalbrücke war vor vier Jahren ein Schock für das Sauerland . Die A45 verbindet die Region als einzige Nord-Süd-Achse mit dem Ruhrgebiet und Hessen. 20.000 Autos und Lastwagen mussten nach der Sperrung auf kleine Umgehungsstraßen mitten durch Orte und Wohnsiedlungen ausweichen. Nach Angaben von Wirtschaftsverbänden hatte die Sperrung erhebliche Auswirkungen auf Lieferketten. Unternehmen gaben an, zweistellige Umsatzrückgänge verzeichnet zu haben. Das Institut der deutschen Wirtschaft beziffert den Schaden für Betriebe in der Region auf rund 1,5 Milliarden Euro.