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16.01.2026
11:05 Uhr
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Wie entsteht Radikalität? Wir suchen Männer, die als Jugendliche in den Extremismus abgerutscht sind und den Ausstieg geschafft haben.

Jugend bedeutet Suche nach Halt und Identität . In dieser Lebensphase ist vieles im Umbruch: Der eigene Körper verändert sich, Freundschaften verschieben sich, und von außen wächst der Druck, Erwartungen zu erfüllen. Plötzlich tauchen Fragen auf, die schwer zu beantworten sind: Wer bin ich eigentlich? Wo gehöre ich hin? Wofür will ich stehen? Manche Jugendliche finden Orientierung im Sportverein, in der Musik oder im Freundeskreis. Andere fühlen sich ausgeschlossen, sind so wiederum anfällig für Gruppen, die vermeintlich klare Antworten bieten. So geraten sie in die rechte Szene, in den religiösen Fundamentalismus oder in andere extremistische Bewegungen. Dabei sind es vor allem junge Männer, die sich radikalisieren, wie Studien zeigen . Oft steht am Anfang das Gefühl, übersehen oder an den Rand gedrängt zu sein. Extremistische Gruppen greifen diese Unsicherheit auf. Sie versprechen Zugehörigkeit, Stärke und ein starres Bild davon, was ein "echter Mann" ist. Viele, die diesen Weg einmal gegangen sind, wissen heute, dass es eine Sackgasse war. Manche sind ausgestiegen und haben ihr Leben neu aufgebaut. Andere kämpfen noch mit den Folgen. Wir möchten von Ihnen hören: Wie haben Sie sich als junger Mensch radikalisiert? Was hat Sie angezogen? Wie wichtig waren für Sie Ideologie und ein Gemeinschaftsgefühl? An welchem Punkt haben Sie alles hinterfragt? Wie haben Sie den Ausstieg geschafft? Und wie blicken Sie heute auf diese Zeit zurück? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen über das Formular, in die Kommentare oder per Mail an community-redaktion@zeit.de . Ausgewählte Beiträge wollen wir in einem Beitrag veröffentlichen, auf Wunsch anonymisiert. Unsere Leserschaft bereichert unseren Journalismus. Hier finden Sie alle Stimmen-Texte .