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19.11.2025
17:36 Uhr
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Im Prozess gegen die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette werden fünf Raubüberfälle nicht weiterverhandelt. Die Staatsanwaltschaft beantragte das, um Zeugen zu schonen.

Das Landgericht Verden hat im Rahmen des Prozesses gegen die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette fünf Verfahren eingestellt. Die Staatsanwaltschaft beantragte, fünf Raubüberfälle nicht mehr weiterzuverhandeln, um den Zeugen eine Aussage vor Gericht zu ersparen. Das Landgericht teilte mit, dass es diesem Antrag stattgebe. Die Raubüberfälle fielen mit Blick auf den gesamten Prozess nicht ins Gewicht, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Es handelt sich den Angaben zufolge um Raubüberfälle in Northeim, Celle, Stade in Niedersachsen, Elmshorn in Schleswig-Holstein und Löhne in Nordrhein-Westfalen. Am Terminplan für den Prozess soll sich laut Gericht nichts ändern. Mehrere Millionen Euro erbeutet Daniela Klette soll mit den zwei weiteren RAF-Terroristen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub zwischen 1999 und 2016 mehrere Geldtransporter und Supermärkte überfallen haben. Seit März steht sie vor Gericht . Insgesamt sollen mehr als 2,7 Millionen Euro erbeutet worden sein, mit denen die drei ehemaligen RAF-Mitglieder ihr Leben im Untergrund finanzieren wollten. Nach Garweg und Staub fahndet die Staatsanwaltschaft derzeit. Staub hat bereits eine mehrjährige Freiheitsstrafe abgesessen und ist danach wieder abgetaucht. Ohne die fünf von nun an eingestellten Verfahren werden im Prozess gegen die heute 67 Jahre alte Klette noch acht weitere Überfälle verhandelt. Der Prozess soll nun mit der Verhandlung eines Raubüberfalls in Bochum fortgesetzt werden. Ein Urteil wird für Mitte nächsten Jahres erwartet.