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23.01.2026
12:09 Uhr
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Der US-Präsident behauptet, die Absage von Hunderten Exekutionen im Iran erwirkt zu haben. Der iranische Generalstaatsanwalt widerspricht dem.

Die iranische Justiz hat Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, wonach die Hinrichtung von 800 Demonstranten abgebrochen worden sei. Diese Behauptung sei völlig falsch, zitierte der staatliche Rundfunk Generalstaatsanwalt Mohammed Mowahedi-Asad. "Weder existiert eine solche Zahl noch hat die Justiz eine derartige Entscheidung getroffen", sagte er demnach. Im Iran hatte eine Wirtschaftskrise Ende Dezember Proteste ausgelöst, die sich zu politischen Aufständen gegen die autoritäre Herrschaft der Islamischen Republik entwickelt hatten. Einsatzkräfte gingen brutal gegen die Proteste vor und schlugen sie nieder. Nach Angaben der in den USA ansässigen Human Rights Activists News Agency (HRANA) wurden dabei mehr als 5.000 Menschen getötet. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Die iranische Regierung hatte die Zahl der Getöteten am Mittwoch mit 3.117 angegeben. Während der Proteste hatte US-Präsident Trump den Demonstranten mehrfach seine Unterstützung zugesichert. In der vergangenen Woche teilte er mit, ein Militärangriff der USA auf die iranische Führung sei ausgeblieben, weil Behörden die Hinrichtung von 800 Menschen abgesagt hätten.