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24.01.2026
23:08 Uhr
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Ein Korrespondent der Deutschen Welle ist im Niger festgenommen worden. Die Behörden werfen ihm nach einem Bericht über Flüchtlinge Störung der öffentlichen Ordnung vor.

Ein Korrespondent der Deutschen Welle (DW) ist bereits am Freitag im Niger festgenommen worden. Das teilte der deutsche Auslandssender mit. Der Mitarbeiter Gazali Abdou sei ein lokaler Journalist, der seit vielen Jahren für das DW-Programm in der nigrischen Landessprache Haussa berichte. Die Hintergründe seiner Festnahme seien unklar, sagte eine DW-Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Die Festnahme erfolgte demnach nach der Veröffentlichung eines Berichts auf DW Haussa über Flüchtlinge aus den Konfliktgebieten des Landes, die in Niamey Zuflucht gefunden hatten. Die nigrischen Behörden werfen ihm Störung der öffentlichen Ordnung vor. Regierung zensiert Medien "Wir sind sehr besorgt über die Festnahme unseres langjährigen Kollegen und verlangen seine sofortige Freilassung", sagte die DW-Programmdirektorin Nadja Scholz. Die DW stehe in engem Kontakt mit Angehörigen sowie einem lokalen Anwalt. Seit einem Staatsstreich im Jahr 2023 herrscht im westafrikanischen Land eine Militärjunta. Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen zensiert die Regierung Medien, hat bereits mehrere kritische Reporter verhaftet und schürt durch Angst vor Repressalien die Selbstzensur. In der Rangfolge zur Pressefreiheit, die von Reporter ohne Grenzen veröffentlicht werden, liegt Niger weltweit auf Platz 83 von 180. Das westafrikanische Land, das zu einem großen Teil in der Sahara-Wüste liegt, hat wie seine Nachbarn Mali und Burkina Faso zudem mit islamistischen Terrorgruppen zu kämpfen.