Zeit 13.02.2026
10:04 Uhr

Pilotenstreik: Lufthansa nimmt normalen Betrieb wieder auf


Am Donnerstag waren wegen Streiks von Piloten und Kabinenpersonal 800 Lufthansa-Flüge ausgefallen. Inzwischen läuft der Flugbetrieb wieder störungsfrei.

Pilotenstreik: Lufthansa nimmt normalen Betrieb wieder auf
Nach dem eintägigen Streik bei der Lufthansa am Donnerstag ist der Flugbetrieb bei der größten deutschen Airline wieder angelaufen. Derzeit gebe es keine Störungen oder Ausfälle, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Am Donnerstag hatten die Pilotengewerkschaft VC und die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo zu einem 24-stündigen Streik bei der Lufthansa aufgerufen . Die Piloten fordern Verbesserungen bei der Altersversorgung, die Flugbegleiter einen Sozialplan angesichts der anstehenden Schließung der Tochter-Fluggesellschaft Lufthansa Cityline. 800 ausgefallene Flüge, 100.000 betroffene Passagiere Durch den Streik waren am Donnerstag bundesweit 800 Flüge ausgefallen, rund 100.000 Passagiere waren davon betroffen. Die meisten Ausfälle gab es an den Flughäfen Frankfurt und München. Vor allem in Frankfurt soll der Flugverkehr heute deshalb besonders eng getaktet sein: Der Betreiber Fraport erwartet 1.160 Starts und Landungen. Grund dafür sind zusätzlich eingeplante Flüge, um umgebuchte Passagiere transportieren zu können. Die Lufthansa teilte mit, der Streik habe sie 15 Millionen Euro gekostet – weniger als bei früheren Streiks, da derzeit keine Hochsaison ist und die Lufthansa vorerst nicht mit ausbleibenden Buchungen rechnet. Gewerkschaften drohen weitere Streiks an Die Pilotengewerkschaft VC droht indessen mit weiteren Streiks: "Wenn es kein neues Angebot gibt, dann dreht sich die Eskalationsspirale natürlich immer weiter", sagte VC-Präsident Andreas Pinheiro. Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann forderte seinerseits "konstruktiven Dialog, nicht Eskalation". Man sei "jederzeit" bereit, die Gespräche mit den Gewerkschaften fortzusetzen. Die Ufo hatte in ihrem Streikaufruf allerdings mitgeteilt, bisher seien ihr Gespräche von der Geschäftsführung verweigert worden. "Da gab es null Gespräche bisher, da ist einfach nur nackte Blockade", sagte Ufo-Tarifexperte Harry Jaeger. Beim Kabinenpersonal ist die Lage für die Beschäftigten bedrohlicher als bei den Piloten, die für eine Verbesserung ihrer Altersvorsorge von derzeit etwa 8.400 Euro pro Monat streiken. Die Lufthansa will mit neuen, untarifierten Airlines unter ihrem Dach tariflich bezahltes Kabinenpersonal einsparen, was nach Ufo-Angaben derzeit 800 Jobs bedroht.