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05.03.2026
08:07 Uhr
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"Pflege wird für immer mehr Menschen zur konkreten Armutsfalle", sagt DAK-Chef Andreas Storm. Mehr als 30 Prozent der Pflegeheimbewohner seien auf Sozialhilfe angewiesen.

Immer mehr Menschen in Pflegeheimen sind nach einer Auswertung der Krankenkasse DAK auf Sozialhilfe angewiesen. "Die Sozialhilfequote in Pflegeheimen erreicht 2026 den neuen Höchstwert von 37 Prozent", heißt es in der Studie, die der Rheinischen Post vorab vorlag. Ohne Reformen könnte die Zahl bis zum Jahr 2035 demnach auf knapp 43 Prozent ansteigen. "Die stationäre Pflege wird für immer mehr Menschen zur konkreten Armutsfalle", sagte DAK-Vorstandschef Andreas Storm. Derzeit beziehen der Auswertung nach 309.000 Menschen in Pflegeheimen Sozialhilfe. Die Zahl könnte sich demnach in den nächsten neun Jahren um 15 Prozent auf 356.000 Betroffene erhöhen. Die Studie hat der Gesundheitsökonomen Heinz Rothgang im Auftrag der DAK erstellt. "Mit einer Sozialhilfequote von aktuell 37 Prozent sind wir am Limit", sagte DAK-Vorstandschef Storm. "Einen weiteren Anstieg dürfen wir nicht zulassen. Das Vertrauen in die soziale Pflegeversicherung schwindet und es droht ein Pflegekollaps." "Ziel muss eine faire Lastenverteilung sein" "Die Begrenzung der Eigenanteile in den Heimen muss Teil einer großen Pflegereform werden. Wir brauchen einen neuen Finanzierungsmix. Das Ziel muss eine faire Lastenverteilung zwischen Beitragszahlenden, Pflegebedürftigen und Steuerzahlenden sein", forderte Storm. Eine Deckelung der pflegebedingten Eigenanteile auf einen Höchstbetrag von 1.000 oder 1.200 Euro im Monat würde die Lage laut der Studie etwas entspannen. Die Sozialhilfequote würde demnach auch im Jahr 2035 zwischen 32 und 37 Prozent liegen.