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29.11.2025
06:00 Uhr
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Nach dem Abschied von Habeck und Baerbock stecken die Grünen weiter im Umfragetief. Gelingt auf dem Parteitag die Trendwende? Und: Greenpeace droht in den USA das Aus.

In Hannover tagt seit gestern der Bundesparteitag der Grünen. Die Partei steckt in einer schwierigen Phase : In Umfragen stagniert sie bei zwölf Prozent und kann nicht von der Schwäche der Großen Koalition profitieren. Nach dem Abgang von Robert Habeck und Annalena Baerbock stehen die neuen Vorsitzenden Franziska Brantner und Felix Banaszak vor großen Aufgaben im nächsten Jahr. In Ostdeutschland droht den Grünen bei den Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern der Gang in die außerparlamentarische Opposition. Und in Baden-Württemberg will Cem Özdemir die Nachfolge Winfried Kretschmanns antreten – doch auch dort liegen die Grünen klar hinter der CDU. Der Parteitag soll nun das Profil schärfen : Klimaschutz und soziale Fragen sollen wieder mehr in den Mittelpunkt rücken. Warum die Partei sich wieder auf ihre Kernthemen zurückbesinnen möchte und wie viel Aufbruchsstimmung das neue Spitzenpersonal verbreiten kann, darüber spricht Ferdinand Otto aus dem Politikressort im Podcast. Greenpeace steht in den Vereinigten Staaten vor einer ungewissen Zukunft. Hintergrund sind politische und juristische Maßnahmen gegen Umweltorganisationen, die sich seit der Rückkehr von US-Präsident Donald Trump ins Amt deutlich ausgeweitet haben. Gleich nach seiner Vereidigung erklärte Trump die Ausweitung der Öl-, Gas- und Kohleproduktion zur obersten Priorität und besetzte zentrale Posten der Umweltbehörde EPA mit Lobbyisten der fossilen Industrie . In mehreren Bundesstaaten wurden seither drastische Gesetze gegen Umweltaktivisten verabschiedet. Gleichzeitig gehen große Energiekonzerne juristisch massiv gegen Umweltverbände vor. Im Februar wurde Greenpeace von einem Geschworenengericht in North Dakota zu mehr als 660 Millionen Dollar Schadensersatz an den Pipelinebetreiber Energy Transfer verurteilt. Heike Buchter ist US-Korrespondentin und erklärt im Podcast, welche Folgen das für die gesamte Umweltbewegung in den USA hat und warum die Recherche zum Thema vor Ort besonders kompliziert war. Und sonst so? Meerschweinchen oder Roboter? – ZKM Karlsruhe eröffnet ersten "Elektronischen Streichelzoo" Moderation und Produktion: Erica Zingher Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Lisa Pausch und Maximilian Renzikowski Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier . Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de .