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20.02.2026
07:32 Uhr
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In Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang hat der Parteitag der Arbeiterpartei begonnen. Kim Jong Un zog für das isolierte Land eine aus seiner Sicht positive Wirtschaftsbilanz.

In Nordkorea hat der traditionell alle fünf Jahre stattfindende Kongress der regierenden Arbeiterpartei begonnen. In einer Eröffnungsrede äußerte sich Machthaber Kim Jong Un zuversichtlich über die Entwicklung des international abgeschotteten Landes, wie Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete. Während der vergangenen fünf Jahre habe die Volkswirtschaft Schwierigkeiten überwunden und sich "grundlegend verändert", sagte Kim demnach. Nordkoreas Staatsmedien zufolge nehmen rund 5.000 Parteikader an der Tagung teil. Dabei soll der künftige Kurs des Landes festgelegt werden – wirtschaftlich, militärisch und auch in Bezug auf die Außenpolitik. Es wird unter anderem erwartet, dass Kim mögliche Hinweise zum Ausbau seines Atomwaffenprogramms geben könnte. Ebenso von Bedeutung ist, ob der Parteivorsitzende Dialogbereitschaft gegenüber US-Präsident Donald Trump sowie dem südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung signalisiert. Der Parteitag, das höchste Parteiorgan der herrschenden Arbeiterpartei, hat zuletzt im Jahr 2021 getagt. Damals war Machthaber Kim offiziell zum Generalsekretär gewählt worden. Beobachtern zufolge wurde ihm der Titel seines verstorbenen Vaters und Vorgängers Kim Jong Il verliehen, um seine Macht zu festigen. Bei Parteitagen wurden in der Vergangenheit auch wichtige Politikwechsel oder Personalien verkündet. Enges Bündnis mit Russland Wegen seiner vergleichsweise engen Beziehungen zum mit Abstand wichtigsten Handelspartner China sowie zu Russland bekam Nordkorea trotz internationaler Sanktionen viel Unterstützung. Mit Russland ist Nordkorea zuletzt eine beispiellose Militärkooperation eingegangen. Der südkoreanische Geheimdienst schätzt, dass Nordkorea nicht nur große Mengen Munition und Artilleriegeschosse, sondern auch rund 15.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands für den Angriffskrieg gegen die Ukraine entsandt hat. Im Gegenzug dürfte Nordkorea unter anderem wirtschaftliche Hilfen erhalten haben. Nordkorea zählt im internationalen Vergleich zu den ärmsten Ländern der Welt.