Zeit 15.12.2025
15:11 Uhr

Pariser Museum: Louvre bleibt wegen Streiks der Mitarbeiter geschlossen


Das meistbesuchte Museum der Welt bleibt außerplanmäßig geschlossen. Die Mitarbeiter des Louvre streiken: Sie protestieren gegen ihre Arbeitsbedingungen.

Pariser Museum: Louvre bleibt wegen Streiks der Mitarbeiter geschlossen
Aus Protest gegen ihre Arbeitsbedingungen sind die Beschäftigten des Pariser Louvre-Museums in einen eintägigen Streik eingetreten, das Museum bleibt daher zunächst geschlossen. Die Gewerkschaft CFDT teilte mit, dass eine Mehrheit der Mitarbeitenden am Montagmorgen für einen eintägigen Streik gestimmt habe. Nach Angaben der Gewerkschaften ist der Streik verlängerbar. Auf der Website des Louvre hieß es, dass das Museum wegen eines Streiks ganztägig geschlossen bleibe. Reservierungen würden erstattet. Die Museumsleitung hatte sich nach eigenen Angaben um den Einsatz von nicht am Streik beteiligten Mitarbeitern bemüht, um das Museum später dennoch zu öffnen. Offenbar hatten diese Anstrengungen keinen Erfolg. Gewerkschaft sieht Mitarbeiterschutz nicht gewährleistet Die Angestellten beklagten, Massenandrang und Personalmangel würden die Sicherheit und die Arbeitsbedingungen im Museum untergraben. Der Louvre gilt als das meistbesuchte Museum der Welt: Jährlich kommen knapp neun Millionen Besucherinnen und Besucher. "Der Schutz der Sammlungen sowie die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Besucher sind nicht ausreichend gewährleistet", teilte die Kulturabteilung der Gewerkschaft CFDT mit. Sie forderte ein Eingreifen von Kulturministerin Rachida Dati. Der Gewerkschaft CGT zufolge sollen sich bei diesem Streik neben Empfangsmitarbeitern und Sicherheitskräften diesmal auch Wissenschaftler, Dokumentaristen, Leiter von Sammlungen und Kuratoren beteiligen. Streikende beklagen unzureichende Mittel Anfang Dezember war ein größerer Wasserschaden bekannt geworden , bei dem 300 bis 400 Dokumente aus der Bibliothek der Ägyptologie beschädigt worden waren. Der Vorfall hatte die Debatte um die Sicherheit im berühmten Pariser Museum erneut verstärkt. Mehrere Gewerkschaften riefen daraufhin zum Streik gegen die verschlechterten Arbeitsbedingungen und die unzureichenden Mittel auf. Die Streikenden fordern unter anderem zusätzliche Stellen im Empfangs- und Überwachungsbereich. Der Louvre hat noch mit den Folgen des Juwelendiebstahls im Oktober zu kämpfen, bei dem die Täter Schmuckstücke im Wert von 88 Millionen Euro entwendet hatten. Im November kündigte das Museum außerdem die vorübergehende Schließung einiger Büros und einer öffentlichen Galerie aufgrund beschädigter Bodenbalken an. Schon vor dem Diebstahl – im Juni – hatten Mitarbeiter den Museumsbetrieb ohne Vorankündigung mit einem Streik lahmgelegt. Die Gewerkschaften befinden sich im Austausch mit der französischen Regierung, die Anfang des Jahres den Umbau des Museums angekündigt hat. Die Gespräche hätten zwar Fortschritte gemacht, seien aber noch nicht abgeschlossen, hieß es von den Gewerkschaften.