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19.02.2026
11:46 Uhr
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Das Internationale Paralympische Komitee hat die Teilnahme von Sportlern unter russischer und belarussischer Flagge erlaubt. Nicht nur die Ukraine reagiert empört.

Italien hat sich als Gastgeber der anstehenden Paralympischen Winterspiele gegen die Zulassung von Sportlern aus Russland und Belarus gestellt. "Die italienische Regierung bringt ihre absolute Ablehnung gegenüber der Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees zum Ausdruck, sechs russische und vier belarussische Athleten zur Teilnahme an den Paralympischen Spielen in Mailand-Cortina 2026 zuzulassen", teilte Außenminister Antonio Tajani mit. Wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine dürfen bei den derzeit stattfindenden Olympischen Winterspielen nur Einzelsportler aus Russland unter neutraler Flagge starten. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hatte jedoch im September vergangenen Jahres überraschend entschieden, die Sanktionen gegen die Dachverbände Russlands und seines Verbündeten Belarus aufzuheben . Athleten aus Russland und Belarus dürfen unter eigener Flagge teilnehmen Dem aktuellen Stand zufolge sollen die Sportler aus Russland und Belarus bei der Eröffnungsfeier in Verona am 6. März auch unter eigener Flagge sowie eigener Hymne einlaufen dürfen. Die Ukraine hatte bereits angekündigt, bei der Eröffnungszeremonie nicht zu erscheinen. "Wir werden nicht an der Eröffnungsfeier teilnehmen. Wir werden an keinen anderen offiziellen paralympischen Veranstaltungen mitwirken", teilte der ukrainische Sportminister Matwij Bidny in den sozialen Medien mit. Der Außenminister der Ukraine, Andrij Sybiha, rief zudem auch andere Nationen dazu auf, an der Eröffnungsfeier nicht teilzunehmen. Polen kündigte an, dass aus Protest keine Regierungsvertreter an der Eröffnungsfeier teilnehmen würden. In der Erklärung des italienischen Außenministeriums heißt es, dass "die anhaltende Verletzung des Waffenstillstands sowie der olympischen und paralympischen Ideale durch Russland, unterstützt von Belarus, mit der Teilnahme ihrer Athleten unvereinbar ist, außer als neutrale Einzelathleten". Eine Sprecherin des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) sagte dazu: "Stand jetzt kann ich sagen, dass wir auf uns schauen und uns auf den Sport fokussieren." Der DBS hatte zuvor wiederholt die Entscheidung des IPC kritisiert.