|
03.03.2026
17:31 Uhr
|
Die deutsche Mannschaft will nicht an der Eröffnungsfeier der Paralympics in Italien teilnehmen. Damit wolle sie sich "respektvoll" solidarisch mit der Ukraine zeigen.

Aus Protest an der Zulassung russischer und belarussischer Sportler boykottiert das deutsche Team die Eröffnungsfeier der Paralympics. Athletinnen und Athleten aus den beiden Staaten dürfen bei den Wettkämpfen in Italien unter eigener Flagge antreten. Deutsche Para-Olympioniken würden deshalb bei der Feier in Verona nicht an der Athletenparade der Nationen teilnehmen, teilte der Deutsche Behindertensportverband (DBS) drei Tage vor dem Start der Paralympics mit. "Diese Entscheidung dient sowohl der Konzentration auf die bevorstehenden Wettkämpfe als auch dem Anliegen, die solidarische Haltung gegenüber der ukrainischen Delegation respektvoll zum Ausdruck zu bringen", heißt es in einer Stellungnahme des Verbands. An den sogenannten Pre-Recordings, also den im Vorfeld aufgezeichneten und dann bei der Eröffnungsfeier gezeigten Aufnahmen, werde das Team aber wie vorgesehen teilnehmen. Kurz zuvor gab es einen Eklat, weil das ukrainische Team nicht in den geplanten Teamoutfits am Wettbewerb teilnehmen darf. Die Kleidung sei zu politisch, weil sie eine Landkarte der Ukraine mit den Grenzen von 1991 zeigt – also samt Krim und den heute von Russland besetzten Gebieten. Ukraine und Estland boykottieren Eröffnungsfeier komplett Die Ukraine und Estland hatten angekündigt, der Eröffnungsfeier aus Protest komplett fernbleiben zu wollen . Das Internationale Paralympische Komitee IPC hatte im vergangenen September entschieden, die Sanktionen gegen die Dachverbände Russlands und seines Verbündeten Belarus aufzuheben. Die Athleten aus beiden Ländern dürfen demnach wieder unter ihrer Landesfahne starten. Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina war ein Start nur von Einzelsportlern aus Russland und nur mit neutralem Status möglich gewesen. Der DBS kritisierte die Zulassung von Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus für das Event in Mailand und Cortina. "Gerade in herausfordernden Zeiten bleibt es unsere gemeinsame Aufgabe, die Paralympischen Werte sichtbar zu leben und die Integrität des Sports entschlossen zu schützen", ließ der Verband verlauten.