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06.02.2026
12:27 Uhr
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In Islamabad in Pakistan hat es eine Detonation an einer Moschee während des Freitagsgebets gegeben. Die Polizei geht von einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag aus.

Bei einer Explosion an einer schiitischen Moschee in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sind laut Behördenangaben viele Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche weitere seien verletzt worden. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete unter Berufung auf Polizeiangaben von mindestens 31 Toten und etwa 171 Verletzten. Die Nachrichtenagentur AFP meldete ebenfalls unter Berufung auf die Polizei mehr als 130 Verletzte. Ein Polizeisprecher teilte mit, dass die Zahl der Toten noch steigen dürfte. Viele Verwundete befänden sich in einem lebensbedrohlichen Zustand, sagte er. In einer Klinik in Islamabad wurde der Notstand ausgerufen, wie die pakistanische Zeitung Dawn berichtete. Pakistans Ministerpräsident verurteilt Angriff Die Polizei teilte mit, dass sich die Detonation während des Freitagsgebets ereignet habe. "Die Art der Explosion ist noch unklar", sagte ein Sprecher. Einsatzkräfte seien vor Ort. Den Angaben zufolge handelte es sich um einen Selbstmordanschlag . Nach Angaben eines Polizeisprechers, der sich auf Augenzeugen berief, eröffnete der Angreifer vor der Moschee das Feuer auf Sicherheitskräfte. In dem Gemeindehaus habe er dann einen Sprengstoffgürtel gezündet. Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif verurteilte den Angriff. Er sei in "tiefer Trauer", hieß es in einer Erklärung. Schiiten stellen etwa 20 Prozent der rund 250 Millionen Einwohner Pakistans dar. Die pakistanischen Taliban und extremistische islamistische Gruppen haben in der Vergangenheit immer wieder schiitische Muslime angegriffen .