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03.03.2026
07:19 Uhr
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Das US-Finanzministerium hat unter anderem gegen den ruandischen Armeechef Sanktionen verhängt. Die USA reagieren mit ihren Maßnahmen auf die andauernde Gewalt im Kongo.

Die USA haben Sanktionen gegen die ruandischen Streitkräfte und hochrangige Militärs aufgrund ihrer Rolle im Konflikt in der Demokratischen Republik Kongo verhängt. Ohne Unterstützung aus Ruanda wären die Gebietsgewinne der Rebellengruppe AFC/M23 im Osten des Kongo nicht möglich gewesen, teilte das US-Finanzministerium mit. Die Regierung in Ruanda wies die Sanktionen, die unter anderem Armeechef Vincent Nyakarundi treffen, als ungerecht zurück. Sie würden die Realität des Konflikts verzerren. Für die kongolesische Regierung würden die Sanktionen ein starkes Signal für ihre territoriale Integrität darstellen. Die US-Maßnahmen folgen nur zwei Monate nach der Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen Ruanda und dem Kongo, welches von US-Präsident Donald Trump vermittelt wurde. Andauernde Kämpfe trotz Friedensabkommen Kurz nach dem Friedensabkommen, das in Washington, D. C. unterschrieben wurde, eroberten AFC/M23-Rebellen die ostkongolesische Stadt Uvira. Es war die größte Eskalation seit Monaten. Innerhalb einer Woche sollen laut den Vereinten Nationen rund 30.000 Menschen in das benachbarte Burundi geflohen sein. Unter Druck der USA zogen sich die Rebellen dann zurück, die Kämpfe im Ostkongo dauern seitdem trotzdem an mehreren Fronten an . Erst am vergangenen Wochenende warfen Behörden im Kongo den Rebellen einen Drohnenangriff auf den Flughafen der strategisch wichtigen Stadt Kisangani vor. Die Rebellen bekannten sich später zu dem Angriff. Der Krieg in der Region hat schwere Folgen für die Zivilbevölkerung im Kongo. In den letzten drei Jahrzehnten wurden etwa sechs Millionen Menschen getötet. Die Menschenrechtsorganisationen Human Rights Watch und Amnesty International haben den Kriegsparteien im Kongo Menschenrechtsverletzungen, darunter die Tötung von Zivilisten, Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen, Folter und sexuelle Gewalt vorgeworfen. Auch die UN haben sexuelle Gewalt im Kongo dokumentiert .