Zeit 30.11.2025
13:04 Uhr

Ordensschwestern in Goldenstein: Vatikan soll im Streit um besetztes Kloster entscheiden


Im Fall der drei rebellischen Nonnen aus Goldenstein schaltet der Probst jetzt den Vatikan ein. Die Nonnen hatten zuvor ein Angebot von ihm als "Knebelvertrag" abgelehnt.

Ordensschwestern in Goldenstein: Vatikan soll im Streit um besetztes Kloster entscheiden
Im Streit um drei Nonnen und das von ihnen besetzte Kloster in Österreich wird der Vatikan eingeschaltet. Die Ordensschwestern hatten zuletzt ein Angebot zum Verbleib in Goldenstein bei Salzburg abgelehnt, das entsprechende Dokument bewerteten sie als Knebelvertrag. Der zuständige Stiftsleiter, Propst Markus Grasl, sieht seinen Vorschlag hingegen als Akt der Barmherzigkeit. Grasl werde nun die für Ordensangelegenheiten zuständige Vatikanbehörde einschalten, sagte sein Sprecher. Grasl habe alle Wünsche der über 80-jährigen Nonnen berücksichtigt, doch die hätten den Vorschlag kategorisch zurückgewiesen. "Was soll man ihnen noch geben, noch ermöglichen?", sagte der Sprecher. Schwester Bernadette, Schwester Regina und Schwester Rita hatten Anfang September ein ihnen zugewiesenes Altersheim verlassen, in das sie gegen ihren Willen verlegt worden waren. Sie verschafften sich Zutritt zum leerstehenden Kloster im Schloss Goldenstein bei Salzburg nahe der bayerischen Grenze. Dort hatten sie zuvor jahrzehntelang gewohnt und in der Klosterschule gearbeitet. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.