Zeit 16.02.2026
08:46 Uhr

OpenClaw-Entwickler: KI-Entwickler Peter Steinberger wechselt zu OpenAI


Das populäre KI-Programm OpenClaw organisiert eigene private KI-Agenten auf dem PC. Jetzt wechselt sein Chefentwickler Peter Steinberger zum ChatGPT-Konzern OpenAI.

OpenClaw-Entwickler: KI-Entwickler Peter Steinberger wechselt zu OpenAI
Der Entwickler des bekannten KI-Programms OpenClaw, Peter Steinberger, wechselt zum ChatGPT-Unternehmen OpenAI . Das gab OpenAI-Chef Sam Altman auf der Plattform X bekannt. Auch OpenAI-Konkurrent Anthropic soll den Österreicher umworben haben. Deshalb wird der Wechsel von Expertinnen als wichtiger Erfolg für Sam Altman und OpenAI gewertet. "Peter Steinberger kommt zu OpenAI, um die nächste Generation persönlicher Agenten voranzutreiben", schrieb Altman. Steinberger sei ein "Genie mit vielen erstaunlichen Ideen über die Zukunft sehr intelligenter Agenten. Wir gehen davon aus, dass dies schnell zu einem Kernstück unseres Produktangebots werden wird." OpenClaw werde als Open-Source-Projekt in einer Stiftung weiterleben, die OpenAI unterstützen werde, schrieb Altman. Steinberger schrieb auf seiner Homepage , dass er in der vergangenen Woche viele Gespräche in San Francisco geführt habe. "Letztendlich war ich der Meinung, dass OpenAI der beste Ort ist, um meine Vision weiter voranzutreiben und ihre Reichweite zu vergrößern." Es sei ihm schon immer wichtig gewesen, dass OpenClaw Open Source bleibe und die Freiheit habe, sich weiterzuentwickeln. OpenAI steht unter Druck Eine OpenAI-Sprecherin bestätigte den Wechsel. Laut Handelsblatt wird Steinberger dem Codex-Team beitreten, das an OpenAIs gleichnamiger Programmierlösung arbeitet. Der Wechsel von Steinberger und die Weiterentwicklung von KI-Agenten könnten OpenAI einen Vorsprung im Ringen um die Vorherrschaft im stark umkämpften KI-Markt bescheren. OpenAI wird extrem hoch bewertet und konnte dadurch auch zuletzt viel Kapital einsammeln, macht aber noch keinen Gewinn. Vor allem die hohen Kosten für Rechenzentren drücken auf die Bilanz. Deshalb will Altman den Konzern unter anderem durch Werbeanzeigen innerhalb von ChatGPT möglichst schnell kommerzialisieren und an die Börse bringen. OpenClaw ist umstritten Das quelloffene Programm OpenClaw erreichte in den vergangenen Monaten weltweit große Popularität. Es wird auf einem Rechner installiert und bildet die Grundlage für eigene, sogenannte KI-Agenten. Diese Agenten können User per Chatprogramm mit Befehlen versorgen , um etwa Mails zu sortieren, den Kalender zu pflegen, Erinnerungen zu senden oder für Flüge einzuchecken. Dabei erhält OpenClaw Zugriff auf den gesamten Rechner sowie private Daten und kann eigenständig Programme, Dateien und Ordner installieren oder löschen. Deshalb ist OpenClaw mit Blick auf mögliche Sicherheitslücken und Datenschutzfragen umstritten.